Letzte Aktualisierung: um 14:11 Uhr
Partner von  

Austrian Airlines will wachsen

Das neue Selbstbewusstsein von AUA

Dank der Restrukturierung fühlt sich Austrian Airlines wieder fit – auch im Vergleich mit den anderen Lufthansa-Töchtern. Nun will AUA wieder wachsen.

Austrian

Neue Austrian-Bemalung: Kein Hellblau mehr.

Bei Austrian Airlines hält man sich nicht mehr mit falscher Bescheidenheit auf. In einer Mitteilung gibt die Airline sich als Musterschülerin der Lufthansa. Durch die Restrukturierung habe man sich innerhalb der Gruppe zum Kostenführer hochgearbeitet, teilt die österreichische Nationalairline selbstbewusst mit. Das zeige sich auch an den internen Aufträgen, die man ausführe. So fliegt Austrian seit Frühjahr 2015 etwa vier Dash 8-400 für die Schwester Swiss im sogenannten Wet-lease. Für Lufthansa operiert sie ein weiteres Flugzeug. Wachstum bringen soll auch die neue Eurowings. Noch in diesem Jahr soll Austrian zwei Maschinen für sie fliegen.

Dementsprechend zuversichtlich gibt sie die österreichische Fluglinie auch bei den Wachstumszielen. «Wir erwarten für die kommenden drei bis fünf Jahre Wachstum an Passagieren, Umsatz und Mitarbeitenden», so Finanzchef Heinz Lachinger. Man erwarte einen Zuwachs von rund 10 Prozent im Kern- und Zusatzgeschäft. Das heißt: 1,5 Millionen zusätzliche Passagiere, 400 zusätzliche Arbeitsplätze und 210 Millionen Euro mehr Umsatz.

«Servus» auf dem Flieger

Auch äußerlich will die Airline den Aufbruch signalisieren. So hat sie die Uniformen des Personals von einer österreichischen Designerin neu entwerfen lassen. Aber auch die Flugzeuge erhalten ein Facelift. Man wolle sich wieder als Nationalcarrier Österreichs profilieren und das soll sich auch im Markenauftritt zeigen. Verschwunden ist das hellblau, das sich bisher unter anderem an den Triebwerken zeigte. Man wolle es nicht mehr in der Corporate Identity, so Austrian. Auch die Motoren sind neu rot-weiß. Zudem heißt es auf dem Flieger nun «my Austrian» – angelehnt an das neue Tarifkonzept, das AUA analog zu dem der Lufthansa und der Swiss einführt. Am Bauch des Fliegers prangt der österreichische Gruß «Servus».

Die Zielkundschaft ändert sich auch etwas. Man vollführe einen «leichten Schwenk» in Richtung touristischer Destinationen, teilt Austrian mit. Es gebe einen Trend zu mehr Privatreisen. Neue Ziele sind deshalb Colombo in Sri Lanka, Menorca, Mauritius und Miami. Mit dieser sanften, aber dennoch weitreichenden Überholung verabschiedet sich auch Austrian-Geschäftsführer Jaan Albrecht. Der wechselt ab Juni zum Ferienflieger Sun Express, einem gemeinsamen Projekt von Lufthansa und Turkish Airlines. Seine Nachfolge tritt am 1. August der Lufthansa-Manager Kay Kratky an.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.