Angestellt des CAT: Keine Arbeit seit März.

City Airport Train CATWiener Flughafenbahn ein Kollateralopfer der Corona-Krise

Das Beispiel City Airport Train CAT zeigt, dass mit der Luftfahrt viele verbundene Firmen leiden. Die Wiener Flughafenbahn stellte wegen Corona vor neun Monaten den Betrieb ein. Der Neustart ist nicht abzusehen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wofür man früher 25 Minuten brauchte, benötigt man heute nur noch 16 Minuten. Am 14.Dezember 2003 nahm der City Airport Train seinen Betrieb auf, der im Volksmund kurz CAT genannt wird. Statt mit der S-Bahn-Linie S7 reisen Passagiere seither im 30-Minuten-Takt in Doppelstockwagen ohne Zwischenstopps vom Flughafen ins Wiener Stadtzentrum und umgekehrt.

Die Bahnverbindung – dem Flughafen Wien  gehören 50,1 Prozent und den Österreichischen Bundesbahnen 49,9 Prozent – wurde zum Erfolg. Bereits im ersten Betriebsjahr nutzen rund 600.000 Passagiere das zusätzliche Angebot, wodurch sich der Anteil der mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Österreichs größten Flughafen Reisenden massiv erhöhte.

Mitarbeiter in Kurzarbeit

Das Angebot des City Airport Trains wurde deshalb weiter ausgebaut. 2012 wurde am Bahnhof Wien-Mitte unweit des Stadtzentrums das neue CAT-Terminal in Betrieb genommen. Es bietet für Kunden unter anderem ein Check-in, an dem man 24 Stunden bis 75 Minuten vor Abflug Gepäck für den bevorstehenden Flug aufgeben kann. Für den Flughafen Wien rechnete sich das Projekt. Im Betriebsjahr 2018 nutzten bereits mehr als 1,65 Millionen Passagiere den City Airport Train, die für ein Betriebsergebnis von 3,3 Millionen Euro sorgten.

Dann kam Corona. Als am im März Jahres die österreichische Regierung wegen der stark steigenden Covid-19 Infektionszahlen einen harten Lockdown beschloss, kam nicht nur der Luft- sondern auch der öffentliche Verkehr innerhalb kürzester Zeit zum Erliegen. Als Konsequenz musste der City Airport Train am 19. März seinen Betrieb einstellen. Die rund 40 Mitarbeiter wurden, in der Hoffnung bald wieder den Betrieb aufnehmen zu können, in staatlich unterstützte Kurzarbeit geschickt.

Kaum Passagiere in Wien

Die Hoffnung auf einen Neustart des Fahrbetriebes dürfte sich aber wohl auch in naher Zukunft nicht so schnell erfüllen. Denn die Covid-19 Pandemie wirkt sich auch weiterhin massiv auf die Verkehrszahlen des Flughafen Wien aus. Im November nutzen ihn nur 181.115 Reisende - so viel wie vergangenes Jahr ihn in drei Tagen nutzen. Der City Airport Train dürfte daher nicht vor März 2021, also nach mehr als einem Jahr Fahrtunterbrechung, seinen Betrieb wieder aufnehmen.

Geschäftsführerin Belina Neumann hält sich mit Prognosen über einen genauen Wiedereröffnungstermin bedeckt. Zu unsicher sei die weitere Entwicklung der Verkehrszahlen am Flughafen Wien, um jetzt schon eine Prognose über die Inbetriebnahme des City Airport Train abgeben zu können, erklärt sie gegenüber aeroTELEGRAPH.

Mehr zum Thema

Magnus Brunner: «Der Flugverkehr ist extrem wichtig für den Tourismusstandort und die Exportnation Österreich».

«Es gibt kein zusätzliches Geld»

Hallen in Wien: So sollen sie aussehen.

Deutscher Entwickler baut am Flughafen Wien

Schalter am Flughafen Wien: Die Bordkarte wird nur mit negativem test freigeschaltet.

«Unser Ziel ist ein flächendeckender Einsatz»

ticker-ryanair

Österreich: Oberster Gerichtshof erklärt 14 Zusatzgebühren von Ryanair für unzulässig

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies