Die Bombardier Global Express XRS von Rene Benko: Kostete die Steuerzahlenden Geld.

Signa-InsolvenzWie René Benko mit seinem Privatjet Steuern sparte

Der österreichische Pleitier René Benko flog gern mit seiner Bombardier Global Express XRS. Über eine ausgeklügelte Steuerkonstruktion schaffte er es, damit Steuern zu sparen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wer im Besitz eines Privatjets ist, der hat es in der Welt der Reichen und Schönen geschafft. René Benko zählte dazu. Der Immobilien-, Handels- und Medienunternehmer war mit einem Vermögen von rund fünf Milliarden Euro einst der drittreichste Österreicher. Und er liebte es, mit seiner Bombardier Global Express XRS rund um den Globus zu jetten.

Inzwischen geht es ihm weniger gut. Benko musste mit seiner Unternehmensgruppe Signa Insolvenz anmelden. Es ist die größte Pleite der österreichischen Geschichte. Mehr als zehn Milliarden Euro an Verbindlichkeiten hinterlassen Signa Holding, Signa Prime und Signa Development.

Betrieb des Privatjets kostete Millionen

Betroffen sind auch unzählige Bauprojekte und Tochterunternehmen in Deutschland und in der Schweiz. Bekannt wurde Benko unter anderem mit der Übernahme der Galeria Karstadt Kaufhof-Kette und seine prestigeträchtigen Immobilienprojekte Chrysler Building in New York oder Elbtower in Hamburg.

Inzwischen tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf - auch in Zusammenhang mit Benkos 40 Millionen Euro teurem Privatjet. Gemäß der Zeitung Der Standard gehörte die Global Express XRS nicht direkt der Signa-Gruppe, sondern der Laura Privatstiftung, die vor allem von René Benko kontrolliert worden sein soll. Der Betrieb des Flugzeugs mit dem Kennzeichen OE-IRB hat gemäß der Zeitung Heute alleine im Jahr 2022 rund 2,2 Millionen Euro gekostet haben.

Weniger Steuern dank Verlusten

Heikel ist aber ein anderer Umstand. Der Standard berichtet, dass eine Tochterfirma der Benko-Privatstiftung als einzigen Unternehmenszweck den Betrieb des Privatjets gehabt hat. Die Signa Holding überwies ihr für die Nutzung des Fliegers ein Entgelt. Das reichte aber nicht aus, um alle Kosten zu decken.

Die Verluste der Gesellschaft machte Benko, der Kommanditist des Unternehmens war, beim Finanzamt geltend. So soll er es bis zum Jahr 2017 geschafft haben, neun Millionen Euro weniger Steuern zu zahlen. Dies erklärte kürzlich ein Steuerprüfer vor einem österreichischen Untersuchungsausschuss.

Mehr zum Thema

Bozen-Eigentümer wollen Benko-Anteile übernehmen

Bozen-Eigentümer wollen Benko-Anteile übernehmen

Das erste Flugzeug von Crystal Cruises: Eine Bombardier Global Express XRS.

Privater Luxus-Flieger für Kreuzfahrtpassagiere

Mswati III soll einen ausufernden Lebensstil pflegen.

Empörung über königlichen Jet

Bombardier Global 6500: Trump will kanadischen Fliegern die Zulassung entziehen.

Trump droht Kanada mit Entzug von Flugzeug-Zertifizierungen – Weißes Haus rudert zurück

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack