Die Bombardier Global Express XRS von Rene Benko: Kostete die Steuerzahlenden Geld.

Signa-InsolvenzWie René Benko mit seinem Privatjet Steuern sparte

Der österreichische Pleitier René Benko flog gern mit seiner Bombardier Global Express XRS. Über eine ausgeklügelte Steuerkonstruktion schaffte er es, damit Steuern zu sparen.

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Wer im Besitz eines Privatjets ist, der hat es in der Welt der Reichen und Schönen geschafft. René Benko zählte dazu. Der Immobilien-, Handels- und Medienunternehmer war mit einem Vermögen von rund fünf Milliarden Euro einst der drittreichste Österreicher. Und er liebte es, mit seiner Bombardier Global Express XRS rund um den Globus zu jetten.

Inzwischen geht es ihm weniger gut. Benko musste mit seiner Unternehmensgruppe Signa Insolvenz anmelden. Es ist die größte Pleite der österreichischen Geschichte. Mehr als zehn Milliarden Euro an Verbindlichkeiten hinterlassen Signa Holding, Signa Prime und Signa Development.

Betrieb des Privatjets kostete Millionen

Betroffen sind auch unzählige Bauprojekte und Tochterunternehmen in Deutschland und in der Schweiz. Bekannt wurde Benko unter anderem mit der Übernahme der Galeria Karstadt Kaufhof-Kette und seine prestigeträchtigen Immobilienprojekte Chrysler Building in New York oder Elbtower in Hamburg.

Inzwischen tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf - auch in Zusammenhang mit Benkos 40 Millionen Euro teurem Privatjet. Gemäß der Zeitung Der Standard gehörte die Global Express XRS nicht direkt der Signa-Gruppe, sondern der Laura Privatstiftung, die vor allem von René Benko kontrolliert worden sein soll. Der Betrieb des Flugzeugs mit dem Kennzeichen OE-IRB hat gemäß der Zeitung Heute alleine im Jahr 2022 rund 2,2 Millionen Euro gekostet haben.

Weniger Steuern dank Verlusten

Heikel ist aber ein anderer Umstand. Der Standard berichtet, dass eine Tochterfirma der Benko-Privatstiftung als einzigen Unternehmenszweck den Betrieb des Privatjets gehabt hat. Die Signa Holding überwies ihr für die Nutzung des Fliegers ein Entgelt. Das reichte aber nicht aus, um alle Kosten zu decken.

Die Verluste der Gesellschaft machte Benko, der Kommanditist des Unternehmens war, beim Finanzamt geltend. So soll er es bis zum Jahr 2017 geschafft haben, neun Millionen Euro weniger Steuern zu zahlen. Dies erklärte kürzlich ein Steuerprüfer vor einem österreichischen Untersuchungsausschuss.

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