Das Loch: Sah es der Pilot von selbst oder erst, als ihn die Passagiere darauf hinwiesen?

Flug von Air BerlinAufregung um Loch in Flugzeug

Passagiere eines Fluges von Air Berlin entdeckten beim Einsteigen in Düsseldorf ein Loch im Flugzeug. Sagte der Pilot den Flug selbst ab oder geschah das erst, weil die Reisenden meuterten?

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es passierte am Montagabend (22. Mai) am Flughafen Düsseldorf. Die Passagiere des Abendfluges AB6842 von Air Berlin stiegen aus dem Bus und gerade in die ATR 72-500 ein, die sie nach Stuttgart hätte bringen sollen. Die deutsche Fluggesellschaft hatte die Maschine von der italienischen Mistral Air gemietet, um eigene Engpässe auszugleichen. Da entdeckten Reisende ein Loch im Rumpf des Flugzeuges, wie die Zeitung Express berichtet.

Was danach geschah, darüber gibt es verschiedene Versionen. «Die Passagiere haben die Crew auf das Loch aufmerksam gemacht. Diese hat gesagt, es sei alles in Ordnung, wir sollten Vertrauen haben», erzählt einer der Reisenden. Auch andere Passagiere berichten in deutschen Medien davon, dass die Besatzung so gewirkt habe als wolle sie trotz der Information über das Loch im Rumpf des 17-jährigen Turbopropfliegers starten. Daraufhin sei es zu einer Art Meuterei gekommen. Erst deshalb sei die Crew von Mistral Air nicht abgeflogen.

Selbst gemeldet

Air Berlin stellt das Ganze anders dar. Der Flugkapitän habe den üblichen Rundgang zur Überprüfung des Flugzeuges vor dem Start begonnen, erklärt eine Sprecherin. Dann sei er aber ins Cockpit gegangen und habe die Flug-Vorbereitung dort zuerst erledigt. Erst danach habe er den Rundgang zu Ende geführt und das Loch erkannt. Der Pilot habe das Flugzeug da umgehend selbst für fluguntauglich erklärt. Er habe nicht auf Druck der Reisenden reagiert.

Mehr zum Thema

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Flughafen Mönchengladbach: Wirkt ruhig - ist aber ganz schön geschäftig.

Einst Grasfeld, dann Air Berlins Düsseldorf-Alternative und heute Innovationslabor

Flugzeug von Condor in Wien: Hier brummt das Geschäft.

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier