Triebwerk: Die Kabinenluft wird über die Triebwerke gewonnen.

Giftige DämpfeAuch Lufthansa und Co. testen Spezialfilter

Easyjet ist nicht alleinige Vorreiterin in Sachen Kabinenluft. Deutsche Fluggesellschaften gehen das Problem ebenfalls schon mit Filtern an.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Easyjet lässt vom amerikanischen Filter-Hersteller Pall ein neues Luftreinigungssystem für ihre Flugzeuge entwickeln. Die Anlage soll verhindern, dass die meist über die Triebwerke gewonnene Kabinenluft unter gewissen Umständen giftige Dämpfe in die Kabine tragen kann. Was halten andere Fluggesellschaften vom Vorstoß?

«Trotz der aktuellen wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass die Luft an Bord unbedenklich ist, testet die Lufthansa Group bereits seit über einem Jahr verschiedene Verfahren, wie spezielle Hepa-/Aktivkohlefilter oder prüft entsprechende Sensorik», erklärt eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Im Mai 2016 hat Germanwings begonnen, die gesamte Flotte von Airbus A320 mit solchen Filtern für die Umluft in der Kabine auszurüsten. Sie werden ebenfalls von der Firma Pall bezogen.

Filter mit Glasfaser und Kohle

Lufthansa Technik hat außerdem einen Messkoffer für die Erfassung von Substanzen und deren Konzentration in der Luft in Cockpit und Kabine entwickelt. «Um Ergebnisse wissenschaftlich validieren zu können, untersuchen wir mittels des bereits vielfach eingesetzten Messkoffers die Kabinenluft vor und nach einem Einbau dieser Filter», sagt die Sprecherin und ergänzt mit Blick auf Easyjet: «Zu der in den Medien aktuell erwähnten Hepa-/Aktivkohle-Filtertechnologie ist Lufthansa mit dem Hersteller ebenfalls in Kontakt.»

Hepa-Filter steht für High Efficiency Particulate Air. Dabei handelt es sind um Schwebstofffilter, die zum Beispiel Staub, Bakterien, Pollen und Aerosole aus der Luft herausfiltern, meist mithilfe von Glasfasermatten. Aktivkohlefilter oder Carbon-Filter arbeiten mit Aktivkohle und können Gerüche, aber auch giftige Chemikalien aus der Luft filtern. Hepa- und Aktivkohle-Filter werden auch kombiniert eingesetzt.

Auch Condor und Tuifly testen

Im Namen der Fluggesellschaften Condor und Tuifly antwortete der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL. Der Verband und die Mitglieder stünden zum Thema Kabinenluft und Filter seit einigen Jahren im Dialog mit Flugzeugbauern, Triebwerksherstellern und Produzenten von Ölen, Sensoren und Filtern. «Aktuell werden bei allen BDL-Mitgliedsairlines unter anderem Hepa-/Aktivkohlefilter  auf Flugzeugen getestet», so der Verband - das sind Lufthansa, Tuifly, Condor und Air Berlin.

Die Luft in der Kabine und im Cockpit wird bei den meisten Flugzeugen über die Triebwerke gewonnen. Der Fachausdruck dafür lautet Zapfluft. Verbrennt Triebwerksöl, kann es sein, dass giftige Dämpfe mit dem Nervengift TCP entstehen. Diese können über die Zapfluft in den Passagierraum gelangen. Doch die Meinungen darüber, ob es als Folge verunreinigter Kabinenluft auch langfristige Gesundheitsschäden gibt, gehen auseinander.

Mehr zum Thema

Luftdüsen: Kommt hier manchmal Giftiges heraus?

Easyjet bekämpft giftige Dämpfe

IMG 4022

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

D-ALPG in der Lackierung von Air Berlin.

Ex-Air-Berlin A330 hebt nach langer Pause wieder ab - jetzt für bulgarische Airline

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack