Flugzeug von Kam Air: Viele Crewmitglieder haben Angst.

Kam AirCrewmitglieder sterben bei Terrorattacke

Beim Anschlag auf ein Hotel in Kabul starben auch Mitarbeiter von Kam Air. Die Tragödie trifft die afghanische Fluggesellschaft hart. Nur schrittweise kann sie den Betrieb wieder hochfahren.

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Beim Taliban-Angriff auf das Hotel Intercontinental in Kabul vom vergangenen Wochenende sind auch Angestellte von Kam Air getötet worden. Zuerst war von elf, dann von neun toten Mitarbeitern der afghanischen Fluggesellschaft die Rede. Der afghanische TV-Sender Tolo News berichtete zuletzt von sieben Toten aus der Ukraine, darunter vier Piloten, ein Techniker und zwei Flugbegleiterinnen.

Die venezolanische Zeitung El Universal schrieb von zwei toten Piloten aus dem südamerikanischen Land. Insgesamt sollen sich mehr als 40 Angestellte von Kam Air während des Anschlags im Hotel aufgehalten haben. Viele ausländische Mitarbeiter der Fluglinie sollen nach der Attacke das Land verlassen haben.

Erholung braucht Wochen oder Monate

Die Nachrichtenagentur AFP zitierte Kam-Air-Chef Samad Usman Samadi mit den Worten, seine Angestellten seien geschockt und bräuchten einige Zeit, um sich zu erholen. Ramin Youresh, Manager bei der Muttergesellschaft Kam Group of Companies, sagte der Agentur Reuters, man befürchte, dass viele der ausländischen Mitarbeiter nicht zurückkehren würden. Zusätzliche hätten ukrainische Leasinggeber zwei Flugzeuge abgezogen.

So musste die Fluggesellschaft in den Tagen nach dem Anschlag einen großen Teil ihrer Flüge streichen. Kam-Air-Manager Fareed Paikar sagte am Montag gegenüber AFP, der Betrieb werde «Wochen wenn nicht gar Monate» brauchen, um sich zu erholen. «Wer hätte nach diesem Vorfall noch das Vertrauen, nach Afghanistan zu kommen?», so Paikar. Die nationale Luftfahrtbehörde sprach von verheerenden Auswirkungen des Anschlags auf die afghanische Luftfahrt.

Bald nach Dubai

Dennoch schrieb Kam Air am Donnerstag (25. Januar) bei Facebook an die Passagiere gewandt, die meisten Flüge würden wieder regulär abheben. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft bestätigte gegenüber aeroTELEGRAPH am Freitag (26. Januar) die Wiederaufnahme der Flüge. Welche Destinationen jetzt wieder bedient werden, ist allerdings nicht bekannt.

Die 2003 gegründete Kam Air fliegt neben nationalen Routen auch nach Delhi in Indien, Alamty in Kasachstan, Islamabad in Pakistan, Djeddah in Saudi-Arabien, Duschanbe in Tadschikistan, Ankara und Istanbul in der Türkei und Tashkent in Usbekistan. Als künftiges internationales Ziel ist außerdem Dubai angekündigt. Die Fluglinie betrieb vor dem Anschlag gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation eine heterogene Flotte von neun Fliegern, einem Airbus A340-300, eine Boeing 737-300, eine Boeing 767-200, je zwei McDonnell Douglas MD-83 und MD-87 sowie zwei Saab 340.

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