ATR 42-600: Baut der Hersteller bald neue Typen?

ATR und Bombardier planen 90-Plätzer

Propellermaschinen verkaufen sich sehr gut. Darum wollen die Hersteller nun größere Flieger anbieten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Im Spiel Turborop gegen Jet steht es momentan 2:1. In den letzten fünf Jahren wurden für jedes verkaufte Düsenflugzeug in der Kategorie von 50 bis 90 Plätzen zwei Propellermaschinen abgesetzt. Möglich macht diesen Boom der anhaltend hohe Kerosinpreis. Ein 70-Sitzer mit Propeller koste im Betrieb derzeit so viel wie ein 50-plätzliger Jet, rechnete kürzlich die Wirtschaftszeitung The Wall Street Journal vor. Die Orderbücher der beiden dominierenden Hersteller Bombardier und ATR quellen deshalb mächtig an. Der französisch-italienische Produzent etwa verbuchte alleine dieses Jahr bereits 24 Bestellungen. Insgesamt warten die ATR-Kunden auf 200 Flieger die noch gebaut werden müssen.

ATR fährt deshalb derzeit seine Produktion in nächster Zeit stark hoch. Bis 2014 soll es dem Gemeinschaftsunternehmen von EADS und des italienischen Industriekonzerns Finmeccanica möglich sein, über sieben Flugzeuge pro Monate herstellen können. Derzeit sind es etwas über vier. Das Unternehmen rechnet damit, dass in den nächsten zwanzig Jahren weltweit 3000 Turboprops bestellt werden. Für diesen 75 Milliarden Dollar schweren Markt will es bereit sein.

Diverse Pläne

Doch der Hersteller will noch mehr. Er plant den Bau eines Fliegers mit 90 Plätzen. Bislang bietet sein größtes Modell 70 Sitze. Doch erst müssen die beiden Aktionäre EADS und Finmeccanica einer Investition von 2 Milliarden Euro für die Entwicklung des neuen Flugzeuges zustimmen. Probleme könnten offenbar die Italiener machen, wie die Tageszeitung Le Monde berichtet. Denn sie sind bereits beim Sukhoi Superjet 100 engagiert. Ein Projekt, das noch nicht hält, was man sich versprach.

Über einen 90-Sitzer denkt offenbar auch Konkurrentin Bombardier nach. Marketingmanager Philippe Poutissou sagte kürzlich vor den Medien, man studiere ganz genau die Bedürfnisse der Kunden. Im Gespräch ist eine verlängerte Version der Dash 8 Q400 Next Gen.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies