Flugzeug von ATR: Wie viele Flieger kann der Hersteller 2020 übergeben?

TurbopropfliegerATR muss Auslieferungen drosseln

Auch ATR hat durch die Corona-Pandemie Probleme mit den Auslieferungen. Hoffnungen setzt der Turbopropbauer in eine neue Frachterversion der ATR 72-600.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

«Tarom erhält die erste von neun ATR 72-600» - so lautete am 19. Februar der Titel der letzten Pressemitteilung, die der Turboprophesteller bis heute verschickt hat. Seitdem wurde das Geschäft durch die Corona-Krise deutlich gebremst. So seien etwa Auslieferungen dadurch erschwert, dass Kunden aufgrund von Reisebeschränkungen nicht zu ATR nach Frankreich reisen könnten, sagt Firmenchef Stefano Bortoli der Nachrichtenagentur Reuters.

Der französisch-italienische Hersteller von Turbopropflugzeugen hatte schon im vergangenen Jahr nur 68 Flieger ausgeliefert. Das waren acht weniger als im Vorjahr und ein Tiefststand seit 2012. Dafür stieg die Zahl der Bestellungen deutlich von 52 im Jahr 2018 auf 79 im Jahr 2019. Wie viele Auslieferungen man für das laufende Jahr anpeilt, will Bortoli nicht sagen. Der ATR-Chef erklärt nur, natürlich werde die Zahl sinken.

Frachtversion soll dieses Jahr starten

Es gibt aber einen Rückgang der Testflüge beim Hersteller, was auf eine niedrigere Produktion hindeutet. Tatsächlich nimmt die Corona-Krise einige Turboprop-Betreiber sehr mit. ATR-Kunde Air Mauritius meldete bereits im April Insolvenz an. Weltweit würden derzeit rund 40 Prozent der ATR-Flugzeuge noch abheben, erklärte der Hersteller.

Dafür sagte Bortoli, eine neue Frachterversion der ATR 72-600 werde wie geplant später im Jahr den Dienst aufnehmen. Erstkunde ist Fedex. In der Corona-Krise ist der Bedarf nach Cargofliegern hoch, da Passagierflugzeuge nicht abheben, die sonst im Laderaum auch Fracht mitnehmen.

Höhe der Entschädigungen begrenzt?

Laut Reuters-Informationen soll ATR den Status Force Majeure, also höherer Gewalt, ausgerufen haben. Da die Corona-Pandemie außerhalb der Kontrolle des Flugzeugbauers liege, habe man den Kunden mitgeteilt, dass Verspätungen entschuldbar seien und die Höhe von Entschädigungen begrenzt. Bortoli wollte sich dazu nicht äußern.

Mehr zum Thema

Airbus A330 Neo von Air Mauritius: Wie geht es mit der Fluglinie weiter?

Air Mauritius kann Rechnungen nicht mehr bezahlen

Chinesischer ATR-Konkurrent nimmt Gestalt an

Chinesischer ATR-Konkurrent nimmt Gestalt an

ATR schnappt sich Auftrag von Leasingfirma Avation

ATR schnappt sich Auftrag von Leasingfirma Avation

ticker-atr-1

Leasingfirma Abelo zieht Optionen für drei weitere ATR 72-600

Video

sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a350 1000 ulr
Qantas will mit diesem Flugzeug von Sydney nach London fliegen. Jetzt ist erstmals ein Airbus A350-1000 ULR abgehoben. Der Ultra-Langstreckenjet absolvierte etliche Tests.
Timo Nowack
Timo Nowack