ATR 72 of MAP.

Vorfall in BrasilienATR 72 hatte fast doppelten Triebwerksausfall in der Luft

Für eine ATR 72 von Map Linhas Aéreas wurde es brenzlig. Wegen ausbleibendem Treibstoffs fiel in der Luft ein Motor aus. Am Boden setzte auch der andere aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der brasilianische Inlandsflug PAM5913 sollte am 16. September von Itaituba ins etwa 460 Kilometer entfernte Manaus führen. An Bord der ATR 72-200 der Regionalfluglinie Map Linhas Aéreas befanden sich 39 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Während des Reiseflugs musste der Turbopropflieger jedoch umdrehen, da der Flughafen Manaus aufgrund eines Vorfalls mit einer kleineren Propellermaschine geschlossen worden war. Bei der Rückkehr nach Itaituba geriet die ATR 72 dann selber in Schwierigkeiten.

Während des Landeanflugs fiel das linke Triebwerk des zweimotorigen Flugzeugs aus. Kurze Zeit nach dem Aufsetzen streikte dann auch der rechte Motor, während der Flieger zu seiner Abstellposition rollte. Die Piloten konnten dieses Triebwerk wieder starten und das Flugzeug samt Insassen unversehrt zu einem Parkplatz bringen, schreibt die französische Untersuchungsbehörde BEA. Stellvertretend für Frankreich als Herstellerland der ATR 72 unterstützt die BEA die brasilianischen Behörden bei der Untersuchung des Vorfalls.

Behörden gehen von Problem mit Treibstoff aus

Als wahrscheinliche Ursache für die Ausfälle beider Triebwerke der ATR 72 gilt mittlerweile, dass beide Motoren nicht mehr mit Treibstoff versorgt wurden. Gegenüber dem auf Zwischenfälle spezialisierten Portal Aviation Herald sagte eine lokale Quelle, dass nach dem Abstellen des Flugzeuges kein «verwendbarer Treibstoff» mehr in den Tanks der ATR 72 gewesen sei. BEA-Ermittler stufen den Vorfall als «Ereignis ohne Treibstoff» ein.

Lokale Medien berichten, dass die brasilianische Untersuchungsbehörde Cenipa ebenfalls ausbleibendem Treibstoff als Ursache nachgeht. Ein offizielles Untersuchungsergebnis liegt bisher nicht vor. So ist noch unklar, ob das Flugzeug zu wenig Kerosin getankt hatte, oder ob beispielsweise Probleme in den Treibstoffleitungen oder Leckagen die Treibstoffversorgung unterbrachen.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Genauere Details darüber, mit wie viel Kerosin die ATR 72 startete, sind bislang ebenfalls nicht bekannt. Gesetzlich ist es vorgeschrieben, für den Fall von Umleitungen mit ausreichend Kerosinreserven abzuheben. Map Linhas Aéreas teilte mit, dass sie alle gesetzlichen Sicherheitsstandards stets einhalte.

Mehr zum Thema

A330 von Brussels Airlines: Offenbar war schmutziges Kerosin im Tank.

Rätsel um die zwei Triebwerksausfälle gelöst

Airbus A330 von Brussels Airlines: Gleich zwei Mal fiel auf dem gleichen Flug ein Motor aus.

Was löste die zwei Triebwerksausfälle aus?

Lamia-Flieger fehlten 2300 Kilo Treibstoff

Lamia-Flieger fehlten 2300 Kilo Treibstoff

ticker-azul

Azul verbindet Macapá und Belo Horizonte mit Airbus A320

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack