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Order über 15 Exemplare

Anonym bestellte A321 XLR gehen vermutlich an Vietjet

Im Sommer bestellte ein unbekannter Kunde 15 Airbus A321 XLR. Nun verdichten sich Anzeichen, dass diese an Vietjet gehen.

Airbus

Airbus A321 Neo von Vietjet: Wahrscheinlich auch A321 XLR bestellt.

Airbus scheint mit dem A321 XLR bei Billigfliegern einen Nerv zu treffen. Von den bislang über 200 festen Bestellungen für die neuste Langstrecken-Version des Airbus A321 Neo finden sich mit Jetblue, Air Asia X, Wizz Air, Frontier Airlines, Jetsmart oder Cebu Pacific viele von Lowcost-Anbietern. Nun kommt eine hinzu.

Im August orderte ein unbekannter Kunde 15 Exemplare des A321 XLR. Es gibt klare Anzeichen dafür, dass diese ebenfalls an einen Billigflieger gehen werden. Die vietnamesische Lowcost-Airline Vietjet habe bei Airbus genau 15 A321 XLR bestellt, berichtet Reuters. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf Insider. Airbus und die Fluggesellschaft äußern sich nicht.

Auch 737 Max bestellt

Die Flugzeuge könnte die Fluglinie nahtlos in ihre Flotte einfügen. Vietjet setzt bisher ausschließlich Flieger der Airbus A320-Familie ein. Seit der Gründung im Jahr 2011 hat der Billigflieger 22 A320, 33 A321 und elf A321 Neo eingeflottet. Bei Boeing orderte er auch 200 Boeing 737 Max, von denen sie aber noch keine erhalten hat.

Mit den vielen Flugzeugen verfolgt Vietjet einen ehrgeizigen Wachstumskurs. Mit 44 Prozent hat die Airline in Vietnam bereits  den größten Marktanteil. Sie will aber auch ihr internationales Streckennetz ausbauen, das sich bislang au Asiens beschränkt. Der Airbus A321 XLR wäre der erste Langstreckenflieger der Fluglinie und würde auch Nonstop-Routen nach Australien ermöglichen. Als mögliches Ziel schielt die Airline schon länger nach Ozeanien.

Mit australischen Airports in Gesprächen

Im März vergangenen Jahres unterzeichneten Vietjet und der Flughafen Brisbane bereits eine Absichtserklärung, die Flüge zwischen Ho Chi Minh City und der Metropole im Osten Australiens vorsieht. Vergangenen Monat unterzeichnete die Sovico Group, der Mutterkonzern von Vietjet, eine weitere Absichtserklärung mit dem Flughafen Melbourne-Avalon. Er wird aktuell nur von den Billigfliegern Jetstar aus Australien sowie Air Asia X angeflogen.



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