Geplante Business Class in Americans Dreamliner: Die Airline muss sich einen anderen Hersteller suchen.

MillionenforderungAmerican Airlines verklagt Sitzhersteller Zodiac

Wegen der hohen Nachfrage nach Business-Class Sitzen verspäten sich die Auslieferungen des französischen Innenausstatters. Davon hat American nun genug und geht gegen Zodiac vor Gericht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Auf Langstreckenflügen ist es in der Business Class inzwischen obligatorisch, dass man den Sitz in die Horizontale bringen kann, um auch gut zu schlafen. Davon profitieren die Sitzhersteller. Doch nicht alle von ihnen waren offenbar auf den Boom vorbereitet. Ein Beispiel ist der französische Anbieter Zodiac. Weil er mit den Auslieferungen nicht hinterher kommt, verspätet sich auch der Einsatz des Dreamliners bei American Airlines.

Und das ärgert nicht nur die Passagiere, die sich auf die Flüge mit dem neuen Jet gefreut haben. Wie das Fachportal Skift berichtet, hat auch Boeing deswegen ein Problem und verlangt von American eine finanzielle Entschädigung. Immerhin kostet die Lagerung der Flieger auch etwas. Und weil American nicht einsieht, warum man diese Strafe selbst zahlen solle, klagt die Airline nun gegen den Sitzhersteller.

Zodiac soll Kosten übernehmen

In einer Klageschrift, die Skift vorliegt, fordert American, dass Zodiac die Kosten der Entschädigung für Boeing übernimmt. Das sei so vertraglich geregelt. In der Tat steht in dem Vertrag eine entsprechende Klausel – allerdings muss dafür nachgewiesen sein, dass Zodiac der alleinige Schuldige an der Verspätung ist. Außerdem schuldet Zodiac American vertraglich 5000 Dollar pro Tag Verspätung. Bisher weigert sich der Sitzhersteller offenbar zu zahlen. Insgesamt soll es um eine Summe von über einer Million Dollar gehen.

Der Grund, warum Boeing von American Geld verlangen kann: Die Ausstattung mit Sitzen ist Sache der Airline. Daher könnte der Flugzeugbauer American auch zwingen, den Flieger so oder so anzunehmen – im Zweifel auch ohne Sitze. American sucht daher nun nach einem Ersatzausstatter. Offiziell ist noch nicht bekannt, wer das sein könnte, aber in der Branche munkelt man, dass BE Aerospace aus den USA das Rennen machen wird.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines setzt Dallas - Frankfurt im kommenden Winter zeitweise aus

ticker-american-airlines

American Airlines bringt zwei Sonderlackierungen zu 250 Jahre-Feier der USA

ticker-american-airlines

American Airlines baut Terminal in Miami deutlich aus

ticker-american-airlines

American Airlines setzt weiter auf CFM-Triebwerke für Airbus A321 Neo

Video

united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg