Flieger von American Airlines: Bald öfter nach Lateinamerika.

American: Ausbau trotz Insolvenz

Um der Insolvenz zu entfliehen, spart die Fluglinie nicht nur. Sie baut auch ihr Netz aus - vor allem in Brasilien.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Um drei Milliarden Dollar will American Airlines sein Ergebnis bis 2017 verbessern. Zwei Milliarden sollen über tiefere Kosten herein gespielt werden. Einsparungen bei Löhnen und Renten, Stilllegung älterer und ineffizienter Flugzeuge, Einsatz größerer Jets auf den Regionalrouten oder dann nur noch ganz kleiner, Aushandlung besserer Zulieferverträge, Neustrukturierung der Finanzierung - das sind die Kernmaßnahmen, welche der Konzern treffen will, um wieder nachhaltig profitabel zu arbeiten. Am 29. November hatte Americans Muttergesellschaft AMR Insolvenz nach Chapter 11 eingereicht. Nun hat er reichlich Zeit, um sich zu sanieren ohne in dieser Phase von den Gläubigern behelligt zu werden.

Doch nicht nur mit tieferen Kosten will sich American Airlines aus der Insolvenz befreien. Die Fluggesellschaft plant auch mehr einzunehmen. Dazu will sie den Service verbessern, Inlandstrecken streichen oder effizienter bedienen - auch mit Codeshare-Angeboten. Doch der große Sprung nach vorn soll vor allem aus Übersee kommen. Die amerikanische Fluggesellschaft will den Anteil ihrer Überseeflüge von den heutigen 38 auf 44 Prozent ausbauen. «Das entspricht einem bedeutenden Auslandwachstum, das wir mit unseren bestellten bis zu hundert Boeing B787 und 16 B777 bewältigen werden», schrieb Konzernchef Thomas W. Horton kürzlich in einer E-Mail an die Angestellten.

Neue Strecken, höhere Frequenzen

Um den Zielwert zu erreichen plant American neue Märkte zu erschließen. Die Fluglinie strebt aber auch einen Ausbau in lateinamerikanischen Staaten an, die sie bereits anfliegt. Insbesondere in Brasilien hat sie Großes vor. Sie ersuchte dazu dieser Tage das Transportministerium um eine Einwilligung für 17 zusätzliche Flüge pro Woche in das größte Land Südamerikas. American will die Frequenzen zwischen New York JFK und São Paulo sowie Miami und Rio de Janeiro auf je zwei pro Tag erhöhen. Zudem will sie den täglichen Flug von Miami nach Recife und Salvador in zwei Flüge aufteilen. Fünf Mal will American ab Miami nach Recife und fünf Mal nach Salvador direkt fliegen. Die Änderungen sollen ab 1. Oktober schrittweise in Kraft treten, wie American in einer Medienmitteilung schreibt.

Bereits im Juni erhöht American die Frequenzen von Dallas nach São Paulo von sieben auf zwölf pro Woche. Zudem fliegt sie fünf statt drei mal von Miami nach Brasilia und gar täglich von Miami nach Belo Horizonte. Und neu fliegt die Airline ab Miami nach Manaus im Amazonas-Gebiet. «Brasilien ist ein sehr wichtiger und wachsender Markt», erklärt Verkaufs und Netzchef Virasb Vahidi die Strategie.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines entschädigt über 9500 Flugbegleitende für Catering-Chaos in London

ticker-american-airlines

American Airlines vollzieht Einstieg bei Azul

ticker-american-airlines

American Airlines erhält erste Embraer E175 mit neuen Recaro-Sitzen

ticker-american-airlines

American Airlines nimmt dritte Venezuela-Strecke auf

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca