Airbus A330 im Umbauprozess zum Frachter: EFW macht das in Dresden.

A330-UmbaufrachterAmazons erste Airbus-Jets kommen von Elbe Flugzeugwerken

Der Online-Handelsriese beschafft sich zum ersten Mal Flugzeuge von Airbus. Betrieben werden die A330 von Hawaiian Airlines, die Umrüstung findet in Dresden statt.

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Bislang fliegt Amazon Air nur mit Flugzeugen von Boeing und ATR. Im Schnitt sind diese rund 25 Jahre alt. Doch bald verjüngt sich die Flotte und ein neuer Flugzeugtyp kommt hinzu - von Airbus. Wie der Flugzeugbauer bekannt gibt, stoßen ab kommendem Jahr zehn Airbus A330 zur Flotte der virtuelle Frachtairline des Online-Handelsriesen.

Es handelt sich um Airbus A330-300 P2F, also zu Frachtern umgebaute Passagierjets. Amazon Air least diese von Altavair, betrieben werden sie von Hawaiian Airlines. Für den Umbau der Langstreckenflieger sind die Elbe Flugzeugwerke EFW zuständig, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und ST Engineering.

Umbau dauert sechs bis acht Monate

«Wir freuen uns sehr, Airbus in unserer Amazon-Air-Flotte willkommen zu heißen», sagt Amazons Flottenchef Philippe Karam. «Diese A330-300 sind nicht nur die ersten ihrer Art in unserer Flotte, sondern auch die neuesten und größten Flugzeuge für Amazon Air.» Die anderen Modelle sind ATR 72, Boeing 737-800 und Boeing 767-300.

Der erste umgebaute Flieger soll Ende 2023 zur Flotte stoßen. Der Umbau wird in Dresden stattfinden. Für die Flugzeuge besitzt das Unternehmen ein eigenes Typenzertifikat, denn: Das Resultat des Umbaus ist ein neues Flugzeugmodell. Aus einem Airbus wird also quasi ein EFW-Airbus. In der Regel dauert der Umbau eines Fliegers sechs bis acht Monate.

Genügend Passagierflieger vorhanden

Airbus-Verkaufschef Christian Scherer sieht sich durch den Deal in der Annahme bestätigt, dass A330 auf dem Frachtmarkt an Bedeutung gewinnen. Genügend verfügbare Flieger für die Zukunft gibt es. Seit der Indienststellung des A330 im Jahr 1994 haben Airlines mehr als 1700 Exemplare bestellt, mehr als 1500 hat Airbus ausgeliefert. Für viele Jahre stehe ein großer Bestand an Flugzeugen für P2F-Umrüstungen zur Verfügung, so der Flugzeugbauer.

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