Aerolineas Argentinas: Die Airline ist seit 13 Jahren wieder in staatlicher Hand.

Wegen VerstaatlichungAlter Rechtsstreit holt Aerolineas Argentinas ein

2008 wurden die Eigentümer der argentinischen Nationalairline enteignet. Der Rechtsstreit dauert bis heute an - und könnte Aerolineas Argentinas schaden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Vor 13 Jahren wurden Aerolineas Argentinas und der Schwesterairline Austral wieder staatliche Unternehmen. Das könnte jetzt Folgen für das Land haben. Das geht aus einer Anklageschrift hervor, die ein Gläubiger bei einem Gericht in den USA eingereicht hat.

Die argentinische Regierung unter der damaligen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner beschloss im Jahr 2008 die Enteignung der Investoren der Airline, die seit 1990 ein privates Unternehmen gewesen war. Geld sahen die Eigner nicht. Argentinien beschlagnahmte die Anteile von Aerolineas Argentinas und zahlte den symbolischen Betrag von einem Peso.

Zwei Schiedssprüche für die Gläubiger

Die Grupo Marsans, die seit 2001 im Besitz der Fluggesellschaft gewesen war, forderte in der Folge insgesamt 1,59 Milliarden Dollar von Argentinien für beide Fluggesellschaften. Ganz so viel sprach das Schiedsgericht der Weltbank dem inzwischen aufgelösten spanischen Touristikunternehmen am Ende nicht zu. 2017 entschied es, dass Argentinien der Grupo Marsans 320 Millionen Dollar plus Steuern und Gebühren in Höhe von 3,5 Millionen Dollar schulde.

Das Geld hat die Regierung in Buenos Aires aber bis heute nicht gezahlt, berichtet unter anderem die Zeitung Pagina 12. Zunächst hatte die argentinische Regierung einen Antrag auf Aufhebung des Schiedsspruchs gestellt. Doch nach einem weiteren zweijährigen Verfahren wurde das abgelehnt.

Gläubiger fordern Maßnahmen gegen Aerolineas Argentinas

Der Investmentfonds Titan Consortium hat nun im Auftrag der spanischen Gläubiger beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten gefordert, die rund 325 Millionen Dollar mit allen Mitteln einzufordern.

Aus der Krise geholfen hat die Verstaatlichung Aerolineas Argentinas übrigens nicht. Nicht erst seit der Corona-Krise ist die Airline regelmäßig auf Finanzspritzen des Staates angewiesen. Bereits 2018 hatte der damalige Chef deutliche Worte gefunden. Seine Airline sei «praktisch pleite», sagte er. «Um jeden Monat Gehälter zu zahlen, müssen wir den Staat um Geld bitten», so der Manager. Umgerechnet rund 200 Millionen Dollar an Subventionen erhielt die Fluggesellschaft allein in jenem Jahr.

Weiterhin finanziell angeschlagen

Die Beträge stiegen durch die Pandemie noch weiter an. Die argentinische Regierung unterstützte Aerolineas Argentinas 2020 mit umgerechnet rund 445 Millionen Euro. 2021 schob sie noch einmal 329 Millionen nach.

Die Regierung hat nun 60 Tage Zeit, um auf die Klage zu antworten. Ihre Taktik wird es wohl sein, die Summe zu reduzieren.

Mehr zum Thema

Tame aus Ekuador: Die Airline war eine der ersten, die die Verkäufe stoppten.

Airlines boykottieren Venezuela

Jet von Aerolíneas Argentinas: Streiks und Treibstoffkosten belasten die Airline.

Aerolineas Argentinas «praktisch pleite»

Aerolineas Argentinas schickt 7000 Angestellte in Kurzarbeit

Aerolineas Argentinas schickt 7000 Angestellte in Kurzarbeit

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies