Flieger von British Airways: Soll bald auch mit Kerosin betankt werden, das einst mal Müll war.

Weniger TreibhausgaseBritish Airways will Kerosin aus Müll herstellen

Die britische Fluglinie will einen Teil ihres Kerosins aus Abfällen herstellen. Dafür baut British Airways mit Partnern in Großbritannien die erste europäische Abfallkerosin-Raffinerie.

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Tabakpflanzen, Algen oder Mais: Forscher haben längst Alternativen gefunden, mit denen sich Kerosin ohne endliches Erdöl klimafreundlicher herstellen lässt. Die Beimischung zum üblichen fossilen Treibstoff erproben renommierte Forschungszentren sowie auch Hersteller und Fluglinien schon länger. British Airways springt nun auf dem Biokerosin-Zug auf und forciert den Bau einer Raffinerie in Großbritannien, die ihr Kerosin als erste in Europa aus üblichen Haushaltsmüll produzieren soll.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Fossil-Kerosin soll dieser 70 Prozent weniger «Netto-Treibhausgase gegenüber dem fossilen Kraftstoffäquivalent» erzeugen. Am Projekt Altalto beteiligt sind der Mineralölgigant Shell sowie das britische Unternehmen Velocys. Letztere ist ein Spezialfirma für alternative Kraftstoffe und hat die industrielle Anwendung der Müllkerosin-Technologie bereits mit einer Versuchsanlage im US-Bundesstaat Oklahoma nachgewiesen.

Teil des Treibstoffbedarfs

British Airways verkündete am Dienstag (20. August) nun, dass ein erster Plan für den Bau einer Anlage im britischen Immingham ausgearbeitet wurde. In einer Mitteilung schreibt die Fluglinie, dass sie von dort einen Teil ihres Treibstoffes künftig beziehen wird. Wann die Raffinerie in den Betrieb gehen soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

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Und in 100 Jahren? KLM ist eine der Airline, die sich aktiv darum bemühen, klimafreundliche Lösungen für die Luftfahrt zu finden. Sie erklärte etwa, sie verpflichte sich, über einen Zeitraum von zehn Jahren 75.000 Tonnen nachhaltigen Treibstoff jährlich zu nutzen. Dieser soll aus einer Anlage stammen, die der Biotreibstoff-Hersteller Sky NRG im Küstenort Delfzijl im Norden der Niederlande bis 2022 errichtet.

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