Boeing B777 von Air India: Wurde zum Käfig.

Alptraum für Air-India-Passagiere

Die Reisenden eines Fluges von Mumbai nach London mussten neun Stunden auf dem Vorfeld ausharren - obwohl sie schon am Ziel waren.

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Es ist eine jener Geschichten, bei der am Ende niemand die Schuld tragen will und alle als Verlierer dastehen. Eines ist jedoch klar: Die Passagiere von Air India Flug AI131 von Ahmedabad via Mumbai nach London-Heathrow erlebten den blanken Horrortrip. 9 Stunden und 35 Minuten hatten sie eben an Bord der Boeing 777-300 hinter sich gebracht, als sie in London aufsetzten. Wegen Nebels in Heathrow landete die Maschine von Air India jedoch in Gatwick. Aussteigen durfte dort aber niemand - obwohl die Maschine wenige hundert Meter vom Terminal entfernt abgestellt wurde.

Neun weitere Stunden mussten die Reisenden dort verharren - mit wenig Getränken, spärlichen Informationen und noch weniger zu essen, wie die britische und indische Presse nach dem Vorfall berichteten. Die Passagiere nicht aussteigen zu lassen und per Bus nach Heathrow zu transportieren sei ein Entscheid der Fluggesellschaft gewesen, erklärte ein Sprecher des Flughafens Gatwick gemäß der Zeitung The Hindu.

Pleiten, Pech und Pannen

Air India selbst entschuldigte sich ganz am Schluss bei den Reisenden. Eine Sprecherin der Airline gibt jedoch den britischen Behörden die Schuld. Auch nachdem der Nebel nach eineinhalb Stunden abgezogen sei, habe man keine Abflugbewilligung bekommen. Sie gibt dann aber auch zu, dass danach bei Air India selbst einiges schief lief. Die ursprüngliche Crew durfte wegen Überschreiten der Maximalarbeitszeiten nach dem Abzug des Nebels nicht mehr von Gatwick nach Heathrow weiterfliegen. Dadurch verlor der Flieger seinen zugeteilten Slot. Die Ersatzmannschaft verfuhr sich dann zu allem Ärger auch noch in London und kam erst stark verspätet in Gatwick an.

Für Air India ist die Episode auf jeden Fall keine gute Werbung. Eben erst wurde der Fluggesellschaft die Aufnahme in die Star Alliance verweigert (aeroTELEGRAPH berichtete). Und finanziell pfeift sie ebenfalls aus dem letzten Loch.

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