Alitalia: Die Airline hat massive Geldprobleme.

Drohendes GroundingBanken müssen Alitalia retten

Der italienischen Nationalairline geht es offenbar noch schlechter als befürchtet. Bekommt Alitalia nicht in kürzester Zeit 180 Millionen Euro, droht der Konkurs - sagt die Führung.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nur wenige Monate dauerte es, und die 180-Grad-Wende war vollbracht: Von der Prognose eines Gewinns im Jahr 2017 schlitterte Alitalia offenbar direkt bis zum unmittelbar bevorstehenden Konkurs. Das zumindest berichtete die italienische Zeitung Il Messagero. Verwaltungsratspräsident Luca Cordero di Montezemolo erklärte der Zeitung, dass ohne eine weitere Finanzspritze das Aus der Fluggesellschaft drohe.

Di Montezemolo und Alitalia-Geschäftsführer Cramer Ball hätten den Banken Unicredit und Intesa Sanpaolo ein Ultimatum gestellt. Unicredit hält eine 12,99-prozentige Beteiligung am Konsortium Alitalia CAI, Intesa Sanpaolo besitzt etwas über 20 Prozent. Die Gruppe italienischer Aktionäre ist nach Etihad Airways der zweitgrößte Aktionär der Fluglinie.

180 Millionen Euro Überbrückungshilfe

Man brauche finanzielle Unterstützung in Höhe von 180 Millionen Euro, so die Chefs. Wenn man den Kredit nicht erhalte, werde es schwierig, den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, heißt es weiter. Eigentlich waren die Banken nicht mehr bereit gewesen, neues Geld in Alitalia zu stecken. Das Management der Fluglinie hofft offenbar, sie mit dem Ultimatum umzustimmen. Offenbar mit Erfolg. Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun erfahren haben will, konnte man sich auf eine neue Finanzierung einigen.

Für das Jahr 2016 rechnet Alitalia laut italienischen Medien mit einem Verlust von 400 bis 500 Millionen Euro. Die Schulden der Airline dürften auf über eine Milliarde klettern. Schon vor einigen Wochen wurde bekannt, dass bei Alitalia Jobkürzungen und Streichungen von Routen anstehen.

Etihad in der Klemme

Anteilseigner Etihad will offenbar ebenfalls kein Geld mehr in die Beteiligung einschießen, heißt es im Messagero-Bericht. Das deckt sich mit den Meldungen, dass die Airline aus Abu Dhabi derzeit in Europa über die Bücher geht. Bereits im Januar könnte mit dem Rückbau des Europageschäfts begonnen werden. Ein Abgang von Geschäftsführer James Hogan stehe kurz bevor.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Etihad: Alle Investitionen der Golfairline werden offenbar überprüft.

Etihads Europa-Strategie auf dem Prüfstand

Alitalia will sich transformieren und in eine «neue Zukunft» aufbrechen. Außen wird das durch die veränderte Bemalung gezeigt, innen durch eine neue Kabine.

Alitalias Weg zur Premium-Airline

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack