Terminal 2 am Flughafen Kuala Lumpur: Zwei Menschen haben sich am 1. Mai in den Tod gestürzt.

Zwei Fälle in sieben StundenMysteriöse Balkonstürze am Flughafen Kuala Lumpur

Innerhalb weniger Stunden starben zwei Menschen am größten Flughafen Malaysias. Eine Chinesin und ein Algerier stürzten von einem Balkon in den Tod. Nun hat der Flughafen Kuala Lumpur den Bereich für die Öffentlichkeit gesperrt.

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Der Flughafen Kuala Lumpur ist der größte Malaysias. Er verfügt über drei Start- und Landebahnen, zwei Terminals sowie mehrere Satellitenterminals. Im vergangenen Jahr nutzten ihn rund 63 Millionen Passagiere. Das bedeutet, im Schnitt fliegen rund 173.000 Passagiere täglich von und nach KUL, so der Iata-Code des Airports.

Doch am Freitag, dem 1. Mai, wurde der Flughafen Kuala Lumpur von zwei mysteriösen Todesfällen überschattet, berichten lokale Medien. Innerhalb weniger Stunden stürzten zwei Personen im Terminal 2 in den Tod. Das Gebäude wurde 2014 eröffnet und wird hauptsächlich von Billigfluggesellschaften wie Air Asia genutzt.

Zwei Todesfälle innerhalb von sieben Stunden

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 14:20 Uhr, wie lokale Polizeibehörden bestätigten. Eine 27-jährige Chinesin wurde auf Etage 3 auf einem Balkongeländer sitzend beobachtet. Laut der lokalen Polizei soll die Frau geweint und laut geschrien haben. Sicherheitspersonal und Flughafenmitarbeitende sollen versucht haben, beruhigend auf sie einzuwirken. Doch plötzlich sprang die Frau in die Tiefe. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, aber sie erlag ihren Verletzungen.

Knapp sieben Stunden später, gegen 21:10 Uhr, wurde ein 30-jähriger Algerier am Balkon desselben Stockwerks beobachtet. Ein Augenzeuge schilderte der Polizei, wie der Mann seinen Rucksack abnahm, auf die Balkonbrüstung zulief und darüber hinaussprang. Auch er wurde notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Gegen 2:55 Uhr des Folgetages bestätigte es seinen Tod.

Polizei stuft beide Vorfälle als Suizid ein

Beide Fälle werden weiter untersucht. Die Polizei betonte ausdrücklich, dass kein Zusammenhang zwischen ihnen bestehe. Sie arbeitet aber mit der Hypothese von Suiziden. Als unmittelbare Maßnahme sperrte der Flughafenbetreiber den Balkonbereich auf der dritten Etage des Terminals 2 für die Öffentlichkeit.

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Mit Freunden, Verwandten oder mit jemandem, der anonym für Sie da ist - etwa die Telefonseelsorge in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.

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