Terminal des Flughafens Ercan: Reisen hier gezielt Flüchtlinge ein?

Flüge nach NordzypernZypern fordert Sanktionen gegen Turkish Airlines und Pegasus

Neue Vorwürfe gegen türkische Fluggesellschaften: Sie brächten absichtlich Flüchtlinge nach Nordzypern, von wo aus diese dann in den Süden und damit in die EU einreisen. Die zyprische Regierung fordert Sanktionen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war eine Folge der Belarus-Krise. Diverse EU-Staaten warfen dem Regime in Minsk vor, Flüchtende aus Syrien, Afghanistan, Libyen und Irak als politisches Mittel zu missbrauchen und sie über die Grenze nach Polen zu schleusen. Ins Land gekommen waren sie mitunter mit dem Flugzeug. Diverse Fluggesellschaften hatten vergangenen Sommer ihre Frequenzen nach Minsk plötzlich erhöht.

Die EU wollte damals prüfen, ob «Airlines aus Drittländern, die am Menschenhandel beteiligt sind, sanktioniert werden können». Geschehen ist in der Folge allerdings nichts. Jetzt gibt es ein neues, sehr ähnliches Szenario. Allerdings in einer anderen Region mit politischen Konflikten: Zypern. Die Regierung in Nikosia fordert die EU auf, Fluggesellschaften zu sanktionieren, mit denen Flüchtende in den Norden der Insel fliegen, und von dort in den Süden und damit in die EU einreisen.

Via Ercan in den Süden

Zypern ist faktisch in zwei getrennte Gebiete geteilt. Im Süden liegt die international anerkannte Republik Zypern. Im Norden liegt die Türkische Republik Nordzypern, die nur von der Türkei anerkannt wird. Die Zweiteilung rührt von der Besetzung durch die türkischen Streitkräfte im Jahr 1974 her.

Der zyprische Innenminister Nicos Nouris zog bei einem Treffen von EU-Justiz- und Innenministern bewusst den Vergleich mit der Situation in Belarus, berichtet die Zeitung Cyprus Mail. Die türkischen Fluggesellschaften Turkish Airlines und Pegasus brächten systematisch Migranten zum Flughafen Ercan im Norden. Häufig würden diese dann über die Grüne Linie genannte Uno-Pufferzone in den Süden gelangen.

Gespräch gefordert

Laut einer Pressemitteilung im Anschluss an das Treffen hat Zypern um einen Dialog zwischen der Europäischen Kommission und der Türkei gebeten. Man solle mangelnde Kooperation der Türkei in der Migrationsfrage zur Sprache bringen.

Mehr zum Thema

Boeing 747 von Iraqi Airways: In den vergangenen Tagen mehrmals in Minsk zu Gast.

Iraqi Airways brachte Flüchtlinge mit Boeing 747 nach Minsk

Flugzeug von Turkish Airlines: Auch nach Minsk unterwegs.

Droht Turkish Airlines und Flydubai Flugbann der EU?

Embraer-E2-Jet von Belavia: Die meisten Flugzeuge sind geleast.

Belavia droht Großteil der Flotte zu verlieren

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies