Nur noch wenige Airlines weltweit betreiben die Boeing 747 als Passagierjet: Lufthansa, Korean Air, Air China, Mahan Air und Rossiya. Nach Manchester steht kein Jumbo-Jet im Flugprogramm. Umso ungewöhnlicher war der Anblick am Sonntag, als gleich zwei Boeing 747-400 von Lufthansa an dem englischen Flughafen zu Gast waren.
Der Grund war ein Problem auf Flug LH 470 von Frankfurt nach Toronto am Samstag (26. September). Die Boeing 747-400 mit dem Kennzeichen D-ABVY landete mit dem Luftnotlage-Code 7700 außerplanmäßig in Manchester. Grund war ein Geruch in der Kabine, wie Lufthansa anschließend mitteilte. Um eine priorisierte Landung zu erhalten, habe die Cockpitcrew Luftnotlage erklärt. Das Flugzeug werde nun in Manchester untersucht.
Boeing 747 D-ABVW bringt gestrandete D-ABVY-Fluggäste fur Lufthansa ans Ziel
Am Sonntag (27. September) schickte Lufthansa dann eine andere Boeing 747-400 dorthin, um die 371 gestrandeten Reisenden abzuholen: die D-ABVW. Sie flog am Nachmittag erst von Frankfurt nach Manchester und dann von dort aus als Flug LH 470 weiter nach Toronto. Die D-ABVY steht auch am Montagmorgen (28. September) noch am Flughafen Manchester.
Bei den beiden Flugzeugen handelt es sich um zwei der acht Boeing 747-400, die noch zur Flotte der deutschen Fluglinie gehören. Sie alle verfügen über 67 Sitze in der Business Class, 32 in der Premium Economy und 272 in der Economy Class. Im Jahr 2027 will Lufthansa die 747-400 ausflotten. Die Boeing 747-8 bleibt noch länger in der Flotte von Lufthansa.