Dash 8 von Wideroe: Bislang setzte die Regionalairline ganz auf Turboprops.

10 Bombardier CS 100Wideroe will mit C-Series SAS herausfordern

Die norwegische Regionalairline prüft den Kauf von 10 C-Series CS100. Mit den sparsamen Jets will Wideroe SAS und Norwegian bekämpfen. Der Deal wäre auch für Bombardier hilfreich.

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Wer in Norwegen in die Provinz fliegen will, der kommt um Wideroe's Flyveselskap nicht herum. Keine andere Fluggesellschaft bedient so viele Strecken im skandinavischen Land wie die 1934 gegründete Regionalairline. Mehr als 40 norwegische Flughäfen bedient sie. Hinzu kommen sechs Auslandsstrecken nach Dänemark, Großbritannien und Schweden.

Derzeit besteht die Flotte von Wideroe aus 19 Bombardier Dash 8-100, 2 8-300, 3 8-Qs00, 5 8-Q300 und 11 3 8-Q400. Doch nun überlegt sich die Fluggesellschaft, neben den 41 Turboprops erstmals Jets anzuschaffen. Wie sie der Zeitung Dagens Naeringsliv mitteilt, hat sie Interesse an einem Kauf von 10 Bombardier C-Series CS100.

Neuer Schub für C-Series

Mit den größeren und sparsameren C-Series glaubt Wideroe, SAS und auch Norwegian Air Shuttle herausfordern zu können. Die Regionalairline will mit den neuen Fliegern von Bombardier die Strecken zwischen Oslo und kleineren Städten wie Haugesund, Molde und Kristiansund bedienen, die sie bislang im Gegensatz zur Konkurrenz noch nicht anbietet. Wideroe gehörte bis 2013 mehrheitlich SAS und wurde dann an norwegische Investoren verkauft.

Für Bombardier wäre der Deal eine wichtige Erfolgsmeldung. Nach dem Deal mit Delta Air Lines war im Sommer allgemein ein weiterer Großauftrag für die C-Series mit einer europäischen Fluglinie erwartet worden. Doch der Brexit ließ den Deal wohl platzen - oder er wurde zumindest auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Dynamik ging dadurch verloren. Nun könnte Bombardier wieder einmal positive News vermelden und so wieder an Fahrt aufnehmen.

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