Airbus A350-900 von SAA: Die Airline betrieb für eine kurze Zeit auch dieses Modell - geleast.

Bericht von Sonderermittlern«Verheerende» Zustände bei South African Airways

Eine südafrikanische Sonderermittlungsbehörde untersucht Hinweise auf Korruption bei South African Airways. Es gibt ein erstes, vernichtendes Zwischenergebnis.

Top-Jobs

.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt
DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bei der staatlichen Fluggesellschaft Südafrikas läuft vieles schief. Sie ist seit langer Zeit unprofitabel, deshalb laufend auf Staatsgelder angewiesen und musste in der Corona-Krise sogar temporär ihren Betrieb einstellen. Nun kommen schwere Korruptionsvorwürfe bei South African Airways zu den Problemen hinzu.

Die Ermittlungsbehörde Special Investigation Unit SIU wurde im Dezember 2019 beauftragt, Hinweisen auf Korruption bei South African Airways nachzugehen. Sie hat jetzt erste Ergebnisse vorgestellt. Diese zeichnen ein äußerst schlechtes Bild.

Bericht dem Parlament vorgelegt

Am Dienstag (2. März) wurde dem südafrikanischen Parlament in Kapstadt ein vorläufiger Ermittlungsbericht vorgelegt, berichtet der Nachrichtensender SABC. Die Abgeordneten sprechen von «verheerenden» Zuständen beim Staatsunternehmen. Es sollen Hunderte Millionen von Rand anhand von dubiosen Verträgen abhandengekommen sein. Profitiert hätten davon unter anderem die Consultingfirma McKinsey & Co. und die Luftfahrtsparte der Bank of China, BOC Aviation.

Darüber hinaus geht es in dem Bericht der Special Investigation Unit auch um Missachtung von Geschäfts- und Beschaffungsabläufen, sowie Interessenkonflikte. Die Ermittler untersuchten insgesamt rund 79 Verträge der Fluggesellschaft in den Bereichen Flugzeugwartung und -beschaffung. Bei diesen sei ein Gesamtschaden von «mindestens» 600 Millionen Rand (knapp 33 Millionen Euro) entstanden. Auch sollen einige Mitarbeiter ihre Reisevorteile und Rabatte missbraucht und ihre Vergünstigungen an Außenstehende verkauft haben.

Airline vor «Auflösung»

Ein genanntes Beispiel ist ein lückenhafter Sale-and-Leaseback-Vertrag für Airbus A320 mit einer Leasinggesellschaft im Jahr 2013. Durch ihn hat SAA umgerechnet bis zu 19,5 Millionen Euro verloren. In einem anderen Fall leaste man gecharterte Frachtflugzeuge der Flyfofa Airways. Ein Flugzeug davon war acht Monate lang gegroundet und dennoch zahlte South African Airways monatliche Leasingraten. Die Ermittler bereite diesbezüglich Beweise für eine Strafverfolgung vor, berichtet die lokale Presse.

Der Leiter der Sonderermittlungsbehörde, Andy Mothibi, beschreibt die Situation bei South African Airways als «zerfallende Organisation». Er warnt, man müsse schnell handeln, um verloren gegangene Geldmittel zu bergen, bevor sich das Unternehmen noch komplett auflöse.

Weiterhin am Boden

South African Airways befindet sich bereits seit Ende 2019 unter Gläubigerschutz. Die Airline kämpfte schon vor der Pandemie um ihr Überleben, und konnte ihren Betrieb nur durch staatliche Finanzmittel aufrecht erhalten. Als die Corona-Krise ausbrach, wollte die Regierung vorerst den Geldhahn abdrehen. Seitdem befindet sich die Fluggesellschaft in einer Starre. Neulich erst wurde ihr Grounding bis mindestens Mai verlängert.

Eigentlich will die Regierung einen Neustart von SAA. Wie genau dieser aussehen soll, ist unklar. Aber fest steht: sie soll kleiner und schlanker werden. Wahrscheinlich geschehe eine Rückkehr in Zusammenarbeit mit einem Partner - Ethiopian Airlines ist einer der potenziellen Kandidaten. Alles andere wäre auch nahezu unmöglich, denn fast die gesamte Flotte musste inzwischen an die Leasinggesellschaften zurückgegeben werden, wodurch South African nur noch ein paar wenige Flugzeuge selbst besitzt.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von SAA: Start im Inland nicht vor Mai.

South African bleibt bis mindestens Mai am Boden

Boeing 787-9 von Qantas: Kurs auf Deutschland.

Qantas übernimmt eine South-African-Rennstrecke

Airlinks Embraer E190 mit dem Kennzeichen ZS-YAB: Sie trägt ...

Airlink lackiert sich von South African weg

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

Video

airbus a321 neo lr la compagnie duesseldorf
Die französische Business-Class-Airline steuert erstmals einen deutschen Flughafen an. Ab April 2027 verbindet La Compagnie Düsseldorf mit Newark bei New York.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing 767 mit Amazon-Bemalung: Das Flugzeug schoss über eine Straße hinaus, der Flughafen wurde geschlossen.
Eine Boeing 767 F von 21 Air schoss bei der Landung am Flughafen Miami über das Ende der Piste hinaus und überquerte eine viel befahrene Straße. Aufnahmen zeigen Feuer und schwarzen Rauch am Frachter, der für Amazon Air unterwegs war. Es gibt fünf Verletzte und fünf Tote.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert