Airbus A319 von SAA: Start im Inland nicht vor Mai.

Umbau und NeustartSouth African bleibt bis mindestens Mai am Boden

Die Rückkehr der südafrikanischen Fluglinie verzögert sich. Sowohl der Finanzbedarf von South African Airways wirft Fragen auf als auch das Verhältnis zu den Piloten.

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Anfang 2021 soll South African Airways als kleinere und schlankere Fluggesellschaft zurückkehren - das hofften die südafrikanische Regierung und die Sonderverwalter der Airline vergangenen Sommer. Doch aus diesem Plan wird nichts.

«Alle von SAA betriebenen Flüge (Inlands- und Regionalflüge) sind bis zum 30. April 2021 ausgesetzt», teilt die Fluggesellschaft ihren Kunden mit. Internationale Flüge werde es sogar bis Ende Oktober nicht geben. Zur Begründung verweist die Airline auf die Covid-19-Pandemie, die geringe Nachfrage und den laufenden Restrukturierungsprozess.

Verwirrung um Finanzbedarf

Die Fluggesellschaft befindet sich bereits seit Ende 2019 unter Gläubigerschutz, flog zunächst weiter, stellte aber im September 2020 den Betrieb ein. Zuletzt zeigte sich Pravin Gordhan, Minister für öffentliche Unternehmen, optimistisch für einen baldigen Einstieg von neuen Investoren bei SAA und für ein Ende des Gläubigerschutz-Verfahrens. Als einer der potenziellen Partner wird Afrikas größte Fluglinie Ethiopian Airlines gehandelt.

Nun gibt es allerdings Verwirrung um den Finanzbedarf von SAA. Nachdem einst von 16,4 Milliarden Rand (rund 900 Million Euro) die Rede war, werden nun 19,3 Milliarden veranschlagt. Zudem sagte Finanzminister Tito Mboweni, dass die Sonderverwalter um weitere 3,5 Milliarden von der Regierung gebeten hätten. Das verwirrt die Gläubiger.

Ungelöster Streit mit Piloten

Weiterhin hat SAA ein Problem mit rund 380 Piloten, die von der Gewerkschaft Saapa vertreten werden. Sie wollen die neuen Beschäftigungsbedingungen nicht akzeptieren. Daher verbietet der Arbeitgeber ihnen die Rückkehr zu ihrem Arbeitsplatz.

Sollte sich keine Einigung finden, würde sich die Frage stellen, ob die Airline genug Cockpit Crews findet. Die Sonderverwalter und das Ministerium für öffentliche Unternehmen planen mit nur 88 Piloten zum Neustart, die Gewerkschaft kämpft für 135 Arbeitsplätze.

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