Airbus A320 in den Farben von Cosmo: Erstmals eigene Flugzeuge.

Überraschung bei Pluna-Auktion

Die sieben Flugzeuge der insolventen Nationalairline Pluna gingen an die spanische Charterairline Cosmo. Dennoch bleiben sie vielleicht in Uruguay.

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/strong>Der erste Auktionsversuch Mitte September wurde abgeblasen. Zu wenig Interessenten hatten sich gemeldet. Die Regierung befürchtete deshalb einen zu tiefen Erlös. Mindestens 136 Millionen Dollar wollte sie für die sieben Bombardier CRJ900 bekommen, welche aus dem Bestand von Pluna stammen. Die uruguayische Nationalirline hatte am 6. Juli den Betrieb eingestellt, nachdem sowohl private Aktionäre als auch der Staat nicht mehr bereit waren, neues Geld einzuschießen. Bei der Versteigerung am letzten Dienstag (2. Oktober) nun klappte es. Die Flugzeuge gingen für 137 Millionen Dollar völlig überraschend an die kaum bekannte spanische Charterfluglinie Cosmo Airlines.

Die Auktion verlief kurios. Niemand hatte mit der neu gegründeten Cosmo gerechnet. Der Vertreter der Airline mit Sitz in Madrid kam durch den Presseeingang in den Saal und wurde deshalb zuerst fast nicht hereingelassen. Nachdem seine Identität geklärt war, bot er mit und erhielt sogleich den Zuschlag. Man wolle die Maschinen für Charterflüge in Zentral- und Osteuropa einsetzen, erklärte das Unternehmen später in einer Medienmitteilung. Bislang fliegt Cosmo nach Bedarf mit zwei Airbus A320 der litauischen Avion Express. Man sei aber auch daran, die Flotte mit zwei weiteren A320 zu ergänzen, so Cosmo.

Ausbau von BQB

Vielleicht bleiben die sieben neuen Flugzeuge aber auch in Uruguay. Man wolle mit Cosmo verhandeln, damit die Bombardier im Lande verbleiben, erklärte am Donnerstag (4. Oktober) Juan Patricio López. Der Chef der uruguayischen Fluglinie BQB zimmert derzeit an einer neuen Nationalairline. Mit den sieben Ex-Pluna-Fliegern würde er gerne die Strecken bedienen, welche früher von Pluna abgedeckt wurden. Er weiß auch schon, welche. Ab dem 15. Dezember will López von Montevideo nach Belo Horizonte, Curitiba, Porto Alegre, Rio de Janeiro und São Paulo in Brasilien, Santiago de Chile und Santa Cruz de la Sierra in Bolivien fliegen. Danach plant er vier weitere Flugzeuge mit größerer Reichweite einzuflotten, um weitere Ziele in Südamerika zu bedienen.

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