Bombardier Dash 8 Q400 von Tchadia Airlines: Bislang nur zwei Flieger in der Flotte.

Flugverbindungen nötigTschad startet sechsten Versuch für eine Nationalairline

Anfang des Jahres stellte die mithilfe von Ethiopian gegründete Tchadia den Betrieb ein. Dabei hätte das Land Flugverbindungen dringend nötig. Deshalb plant die Regierung eine neue Nationalairline.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die jüngere Geschichte des Tschads lässt sich mit einem Wort umschreiben: Instabilität. Nachdem das Land 1960 von Frankreich unabhängig wurde, brach bald ein blutiger Bürgerkrieg mit Zehntausenden Toten aus. Mit Unterbrechungen dauerte er fast 50 Jahre. Das liegt vor allem an Spannungen zwischen dem überwiegend arabisch-muslimischen Norden und dem überwiegend christlichen und animistischen Süden.

Hinzu kommen Gewalt durch die Terrormiliz Boko Haram und extreme Armut. Der Tschad liegt im Index der menschlichen Entwicklung der Uno auf Rang 187 von 189. Die Lebenserwartung beträgt gerade Mal 53 Jahre. Regelmäßige Dürren und Überschwemmungen machen die Lage noch verzweifelter.

Quasi keine Flüge im Inland

Auch die Infrastruktur ist dürftig. Der Tschad hat nur 550 Kilometer asphaltierte Straßen - und das bei einer Fläche, die mehr als drei Mal so groß ist wie die von Deutschland. Der Lufttransport ist deshalb wichtig für das Land. Doch auch da liegt vieles im Argen.

Zwar wird N'Djamena von einigen afrikanischen und europäischen Fluggesellschaften bedient. So fliegen unter anderen Air France, Egypt Air, Ethiopian Airlines und Turkish Airlines regelmäßig den Flughafen der tschadischen Hauptstadt an. Doch im Inland gibt es quasi kein Angebot mehr.

Der sechste Versuch

Denn die Nationalairline Tchadia musste im Februar 2022 ihren Betrieb einstellen, weil sie kein funktionsfähiges Flugzeug mehr hatte. Sie war 2018 mithilfe von Ethiopian Airlines gegründet worden, die auch 49 Prozent der Anteile besaß. Tchadia hatte Abéché, Faya, Sarh und Moundou angesteuert. Kürzlich wurde sie für insolvent erklärt und die Liquidierung eingeleitet.

Jetzt will die Regierung einen neuen Anlauf wagen. «Im Moment sind wir dabei, eine andere Fluggesellschaft anstelle von Tchadia zu gründen», verriet Brahim Guihini Dadi, Generaldirektor der Zivilluftfahrtbehörde im nationalen Fernsehen. «Ich hoffe, dass es dieses Mal klappt», fügte er hinzu.

«Jeder will mit seiner Familie für null Francs reisen»

Es ist bereits der sechste Versuch, eine Nationalairline zu gründen, die auch überleben kann. Wie Guihini Dadi ausführt, gibt es durchaus Gründe, warum es bisher immer schief ging. Zum einen würden Manager eingesetzt, die nicht fähig seien, so der Chef der Luftfahrtbehörde. Aber auch der Einfluss des Staates habe den Fluglinien jeweils geschadet. «Jeder will mit seiner Familie für null Francs reisen, indem er Tickets erhält», sagte er gegenüber dem Portal Al Whida mit Blick auf die Bediensteten des Staates.

Mehr zum Thema

Blick auf den Sahel von Westen aus: Die Länder wollen die Luftfahrt voranbringen.

Fünf afrikanische Länder wollen ihre Himmel öffnen

Luftaufnahme beim Anflug auf den Flughafen von Tschads Hauptstadt N'Djamena: Bald mit neuer Airline möglich?

Tschad soll neue Nationalairline bekommen

Boeing 777 von Kenya Airways: Große Pläne.

South African und Kenya Airways planen pan-afrikanische Fluglinie

ticker-ethiopian

Ethiopian stockt Addis Abeba - Athen im Sommer 2026 auf

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies