Flugzeug von Volotea: Bald gibt es Zuschläge auch im Nachhinein.

Preis kann auch sinkenVolotea erhebt Treibstoffzuschlag - auch für bereits verkaufte Tickets

Steigende Treibstoffkosten treffen nun auch bereits gebuchte Flüge: Volotea führt ein Modell ein, bei dem Ticketpreise kurz vor Abflug nachträglich steigen – oder sinken.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Steigende Treibstoffpreise setzen die Luftfahrtbranche unter Druck. Fluggesellschaften reagieren darauf mit Streckenstreichungen oder auch höheren Ticketpreisen. Wer vor dem Krieg buchte, kam im Zweifel günstiger weg als Spontanbucher. Denn viele Airlines erhähen den Kerosinzuschlag teilweise stark.

Volotea hingegen geht nun einen ungewohnten Schritt: Die spanische Billigairline behält sich vor, Ticketpreise auch nach der Buchung noch anzupassen. Hintergrund ist ein «globales Umfeld voller Unsicherheit und Energiepreis-Volatilität», wie sie erklärt. Mit dem neuen Konzept Fair Travel Promise verzichtet sie laut eigenen Angaben auf «willkürliche, fixe Treibstoffzuschläge» und setzt stattdessen auf ein Modell, das «Flexibilität, Fairness, Wahlfreiheit und Transparenz» verbinden soll, so eine Sprecherin von Volotea zu aeroTELEGRAPH.

Preis für Tickets kann steigen - aber auch sinken

Das funktioniert so: Sieben Tage vor Abflug prüft die Airline die Entwicklung der Treibstoffpreise anhand öffentlich zugänglicher Daten. Steigen diese, kann ein Zuschlag von bis zu 14 Euro pro Passagier und Strecke erhoben werden. Sinken sie, verpflichtet sich Volotea, den Differenzbetrag im gleichen Umfang zu erstatten.

Im Kern setzt Volotea dabei auf maximale Flexibilität für die Kundschaft. Passagiere können ihre Reise bis vier Stunden vor Abflug kostenlos ändern oder stornieren, ein Angebot, das laut Airline nicht üblich sei. Zudem würden Reisende während des Buchungsprozesses sowie vor dem Flug mehrfach über mögliche Preisänderungen informiert. Nach Angaben von Volotea sich bislang 97 Prozent der Kundinnen und Kunden trotz möglicher Anpassungen dafür entschieden, ihre Reise wie geplant anzutreten.

Volotea rüttelt an einem Grundprinzip

Gleichzeitig ist der Schritt heikel. Denn Volotea rüttelt an einem Grundprinzip der Branche: dem festen Ticketpreis. Auch wenn die Beträge überschaubar sind, sorgt die nachträgliche Anpassung für Diskussionen. Kritiker sehen darin ein Risiko für Vertrauen und Transparenz. Für Volotea ist das Modell ausdrücklich eine «außergewöhnliche und temporäre Maßnahme», um Stabilität zu sichern und gleichzeitig die Auswirkungen der aktuellen Krise zu begrenzen.

365 Tage Luftfahrtjournalismus – fair, fundiert und unabhängig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon für den Preis eines Getränks am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-volotea

Volotea baut Winterangebot ab Olbia deutlich aus

ticker-volotea

Volotea eröffnet Basis am Flughafen Ancona

Zwei Mal Volare: Einmal von Volotea, ein Mal von ITA Airways.

Volotea verklagt ITA Airways

ticker-volotea

Italienische Wettbewerbsbehörde untersucht Volotea wegen Treibstoffzuschlägen

Video

Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Kabine des Airbus A321 XLR von United: Bald nach Toulouse unterwegs.
Lufthansa sorgt mit Flug LH2222 nach Toulouse seit Jahren für unterhaltsame Ansagen. Nun greift United Airlines die Idee auf: Die neue Verbindung von Washington nach Toulouse bekommt ausgerechnet die Flugnummer UA222.
Laura Frommberg
Laura Frommberg