Airbus A340 von Swiss: Wohl noch eine ganze Weile in der Luft.

Ersatz für die restlichen A340Swiss prüft den Airbus A350

Neun Boeing 777 lösen bei der Schweizer Airline ab 2016 die ersten Airbus A340 ab. Das Rennen um die restlichen zu ersetzenden Maschinen ist offen. Die A340 könnten noch eine Weile fliegen.

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Am 21. Februar ist Premiere. Dann startet zum ersten Mal ein Linienflug der Swiss mit einer Boeing 777-300ER. Von Zürich aus geht es nach New York JFK. Neun Flieger des neuen Typen orderte die Schweizer Fluglinie bislang, um ihre Airbus A340 zu ersetzen, die in puncto Treibstoffverbrauch schlecht abschneiden.

Alternativen zur Boeing 777-300ER gab es für Swiss bei der Erneuerung der Langstreckenflotte eigentlich nicht. «Die Boeing 777-300 hatte für uns als einziges Modell ein optimales Verhältnis zwischen Passagieren und Fracht», sagt Technikchef Peter Wojan zu aeroTELEGRAPH. Und für die Swiss sei Fracht sehr wichtig

Boeing 777 war am besten, verfügbar und günstig

Das war nicht der einzige Vorteil, der für die erste Bestellung der Lufthansa-Tochter bei Boeing sprach. Der Flieger war auch zum richtigen Zeitpunkt verfügbar und ist preislich attraktiv. Denn die Boeing 777 hat inzwischen reichlich Konkurrenz. «Lange war die Boeing 777 in vielerlei Hinsicht konkurrenzlos.Mit dem Aufkommen der A350 und der Boeing 777X hat sich das etwas geändert», so Wojan. Dadurch gebe es heute Spielraum für Verhandlungen.

Die Erneuerung der Flotte ist damit nicht abgeschlossen. Noch muss Swiss entschieden, mit welchen Jets sie die restlichen sechs A340 ersetzen will. Und da ist das Rennen wieder offen.  Generell stehe die Boeing 777-300 sicherlich im Vordergrund, erzählt Wojan. «Doch man darf den Entscheid nicht losgelöst von der Gesamtflotte sehen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir die Bestellung aufteilen. In rund zehn Jahren könnten auch die A330 langsam abgelöst werden. Für uns ist es wichtig, dass wir flexibel bleiben und nachhaltig wachsen können», so das Swiss-Vorstandsmitglied.

Dreamliner ist nur Außenseiter

In diesen Überlegungen kommt Airbus wieder ins Spiel. «Der A350 könnte wieder ein Thema werden», so Wojan. Denn Mitte 2017 will der europäische Flugzeugbauer die ersten Exemplare der größten Version seines neuen Vorzeigefliegers ausliefern. Vor allem das Modell A350-1000 hält Wojan für interessant. Weniger hält er dagegen vom Dreamliner. «Die Boeing 787 dagegen ist für das heutige Streckennetz in eher geringerem Masse interessant.»

Zeitlich setzt sich Swiss dabei nicht unter Druck. «Wir kaufen dann, wenn alles stimmt. Denn die A340 sind einwandfrei und können noch lange fliegen», sagt Wojan. Wann und ob man ordere hänge zudem von den «Finanzierungsmöglichkeiten im Konzern» ab.  Es könnte also noch eine ganze Weile dauern, bis der letzte Vierstrahler aus dem Flugzeugpark der Swiss verschwindet. Denn dank massiv gesunkenem Ölpreis sind sie nicht mehr so unattraktiv wie zuvor. Sogar ein Umbau der Kabine ist daher nicht ausgeschlossen.

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