Boeing 737 von Ryanair: Bleibt ohne Starlink-Antennen.

Kostenlose WerbungStreit mit Elon Musk brachte Ryanair Millionensegen

Der öffentliche Schlagabtausch zwischen Ryanair-Chef und Starlink-Chef Elon Musk hat der Airline offenbar genutzt. Laut Michael O’Leary stiegen Website-Besuche und Buchungen deutlich – und sorgten für kostenlose Werbung im Millionenwert.

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Zwei Alphatiere verloren die Contenance. Anfang des Jahres stritten sich Michael O'Leary und Elon Musk öffentlich. Begonnen hatte der Zwist, weil Ryanair beschlossen hatte, kein Wifi an Bord einzuführen. Der Luftwiderstand der Antennen von Starlink (oder eines anderen Anbieters) führe zu einem Mehrverbrauch beim Treibstoff von ein bis zwei Prozent, so die Billigairline. Das entspreche Mehrausgaben von 100 bis 200 Millionen Euro jährlich.

Elon Musk konterte, das sei falsch. Und der Starlink-Eigentümer nannte den Chef von Ryanair zuerst einen «Idioten und dann auch noch ein «behindertes Arschloch». O'Leary kommentierte darauf, das sei fantastisch, denn der öffentliche Streit bringe seiner Fluggesellschaft nur zusätzliche Kundinnen und Kunden.

Michael O'Leary: «Würde ich es wieder tun? Ohne zu zögern»

Nun hat O'Leary Zahlen vorgelegt. «Die Besucherzahlen auf unserer Website sind innerhalb von etwa sieben Tagen um rund 8 Prozent gestiegen, und wir verzeichnen sehr hohe Besucherzahlen – etwa 30 Millionen Menschen pro Tag», erklärte der Ryanair-Chef gegenüber dem Portal Lovin Malta. Die Buchungen seien um etwa 2 bis 3 Prozent gestiegen.

«Wir schätzen, dass wir damit kostenlose Werbung im Wert von etwa 40 Millionen Dollar erhalten haben», so O'Leary. Das habe man mit einem Big-Idiot-Sale noch verstärkt. «Würde ich es wieder tun? Ohne zu zögern. Ich hoffe, er versucht es noch einmal, mich zu provozieren» sagte der Ryanair-Chef weiter.

Starlink legt andere Zahlen als Ryanair vor

Starlink hatte argumentiert, ihre Antenne sei deutlich flacher als ältere Systeme. Dadurch falle der Luftwiderstand erheblich geringer aus. Bei einer Boeing 737-800 bezifferte das Unternehmen den zusätzlichen Treibstoffverbrauch auf etwa 0,3 Prozent. O'Leary dazu: «Wir glauben, dass sie sich irren, und es sind unser Flugzeuge.»

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