Yak-42 von Tatarsatan: Die Airline liess Passagiere warten.

Strafe wegen Spezialbehandlung

Ene russische Fluggesellschaft ließ ihre Passagiere eine Stunde warten - damit es ein Manager auch noch an Bord schaffte.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die russische Fluggesellschaft Tatarstan Airlines hat sich eine Strafe wegen Verstoßes gegen die Rechte ihrer Passagiere eingehandelt. Auch wenn diese mit 50'000 Rubel (rund 1250 Euro) wohl eher symbolisch gemeint ist - der Vorfall sorgt für Empörung im ganzen Land. Ein Flieger der Airline, der nach Moskau fliegen sollte, wartete am 30. September rund eine Stunde auf dem Rollfeld des Flughafens in Kasan, weil ein mächtiger Manager von Tatarstan sich verspätet hatte.

Die Fluglinie entschädigte die Passagiere mit Discounts und einer Entschuldigung - versuchte aber, den Vorfall geheim zu halten. Man habe nicht auf den Passage-Chef der Airline gewartet, sondern auf wichtige Papiere, ohne die der Flieger nicht hätte abheben dürfen, hiess es zunächst.

Der andere VIP

Herausgekommen ist das ganze nur durch einen Zufall: ein anderer VIP befand sich an Bord: der ehemalige Vizechef der russischen Zentralbank, Sergej Alexaschenko, machte Fotos des Tatarstan-Managers, anhand derer man ihn als den Manager der Airline identifizierte. Ausserdem schrieb er einen wütenden Blogeintrag: es könne doch nicht sein, dass 68 Passagiere eine Stunde warten, damit «dieses Rindvieh» seinen Hintern an Bord bewege.

Der Manager der Fluglinie ahnte wohl, dass das ganze nicht wirklich koscher war. So versuchte er zunächst, unerkannt zu bleiben, als er an Bord kam. Er gab sich als Ausländer aus. Sein schlechtes englisch verriet ihn jedoch. Es ist bereits das zweite mal, dass eine russische Fluglinie in diesem Jahr wegen einer solchen Vorzugsbehandlung Schlagzeilen macht. Im Juni wartete ein Aeroflot-Jet auf einen sibirischen Gouverneur, der sich verspätet hatte. Als die Konversation von Fluglotsen und Pilot an die Öffentlichkeit gelangte, kochte die Wut hoch: der Kapitän wollte damals nicht auf den VIP warten, wurde aber vom Lotsen dazu gedrängt.

Mehr zum Thema

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies