Alitalia-Jet: Airline inmitten der Eurokrise.

So soll Alitalia gerettet werden

Die italienische Nationalairline scheint vorerst weiter fliegen zu können. Die nationale Post wird neuer Großaktionär. Doch es gibt Bedingungen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die ganze Woche verlief für Alitalia turbulent. Tage- und nächtelang verhandelte die Regierung mit den privaten Aktionären eifrig um eine Lösung für die am Abgrund stehende Nationalairline. 300 Millionen Euro an neuem Kapital, 200 Millionen an neuen Krediten braucht sie nach offiziellen Angaben, um auch nächste Woche noch fliegen zu können. Denn schon am Wochenende will der Ölkonzern Eni die Belieferung mit Kerosin stoppen, wenn kein Rettungsplan vorliegt.

500 Millionen sind für ein Land im Zentrum der Eurokrise aber keine Kleinigkeit. Man suchte deshalb indirekte Helfer. Nachdem Rom zuerst auf die Staatsbahnen Ferrovie dello Stato FS als Retter setzte, soll nun ein anderes Staatsunternehmen die Hauptbürde tragen, wie am späten Donnerstagabend (10. Oktober) bekannt wurde. Man sei äußerst glücklich über die «Bereitschaft der Poste Italiane, als wichtiger industrieller Partner an der Kapitalerhöhung von Alitalia teilzunehmen», ließ die Regierung in einer Medienmitteilung verlauten.

Auch private Aktionäre müssen mitmachen

Die italienische Post wird demnach 75 Millionen Euro des frischen Kapitals zeichnen und so mit einem Anteil von 10 bis 15 Prozent zum zweitwichtigsten Aktionär von Alitalia werden. Weitere 75 Millionen soll der Staat via Garantien beisteuern. Die privaten Aktionäre - darunter so unterschiedliche Unternehmen wie die Bank Intesa San Paolo oder der Autobahnbetreiber Atlantia – sollen gemeinsam ebenfalls 150 Millionen zahlen. Also auch Air France KLM. Doch bislang waren die nicht wirklich willig, noch mehr Geld einzuschießen. Mit der Zusage des Staates dürfte sich das nun ändern. Auch die Banken dürften nun eher bereit sein, weitere Kredite zu sprechen.

Der Regierung war es sehr wichtig, eine italienische Lösung zu finden. Nur so – so die Überlegung - könne man den italienischen Charakter und das Drehkreuz Rom Fiumicino erhalten. Noch eher war Rom gewillt, Etihad als Partner zu akzeptieren als Air France KLM.

Umgehende Strategieänderung

Ganz ohne Gegenleistung gibt es das Geld indes nicht. Die Regierung erwartet von Alitalia selbst eine umgehende Strategieänderung. Es sei eine «tiefgreifende Änderung des Businessplans» nötig. Denn: Auch der jetzige Plan sei nur eine Überbrückung, so die Regierung.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies