Mit Schnupfen im Bett: Fließt bei Singapore bisher in die Bewertung ein.

KabinencrewSingapore bestraft nicht mehr fürs Kranksein

Wenn Mitarbeiter des Kabinenpersonals von Singapore Airlines sich mit einer Erkältung krank melden, wirkt sich das negativ auf ihre Bewertung aus. Das soll sich nun ändern.

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Singapore Airlines will seine Kabinen-Crew-Mitarbeiter ab April im hauseigenen Bewertungssystem nicht mehr dafür abstrafen, wenn sie sich mit Beschwerden wie Husten oder Schnupfen krank melden. Das erfuhr die Zeitung Straits Times und berichtet, der Kurswechsel sei Teil einer größeren Überarbeitung des Systems zur Mitarbeiterbewertung. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft bestätigte dies gegenüber dem Blatt.

Bisher bekommt jedes Mitglied der Kabinencrew pro Jahr zehn Anreizpunkte, die nach und nach abgezogen werden, wenn sich die Angestellten mit kleineren Erkrankungen wie Erkältungen krank melden, so die Zeitung. Nach zwölf solcher Atteste seien die zehn Punkte aufgebraucht. Dies geht dem Bericht zufolge mit 4 bis 6 Prozent in die Gesamtbewertung eines Mitarbeiters ein, in die auch Faktoren wie etwa das Feedback der Passagiere einfließen. Die Angestellten kritisierten, durch das Vorgehen würden wirklich kranke Mitarbeiter entmutigt, sich zuhause auszuruhen und zu genesen.

Tod von Stewardess heizte Kritik an

Nachdem im vergangenen Februar eine Stewardess tot in einem Hotelzimmer in San Francisco gefunden wurde, die ihren Kollegen vorher angeblich gesagt hatte, sie fühle sich nicht gut, meldete sich auch das Arbeitsministerium von Singapur zu Wort. Ein Ministeriumssprecher sagte, dass bezahlte Kranken- und Krankenhauszeit ein grundlegender Schutz im Rahmen des Gesetztes sei. Arbeitgeber sollten ihre Angestellten nicht für Krankmeldungen abstrafen und Bewertungen sollten fair und objektiv erfolgen.

Ein Vertreter der Gewerkschaft Singapore Airlines Staff Union sagte nun gegenüber der Zeitung: «Wir haben mit dem Management Gespräche geführt, um die Unzufriedenheit und Besorgnis unter den Mitarbeitern anzusprechen, und wir freuen uns auf die Veränderungen, die am Beurteilungssystem vorgenommen werden.»

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