Crew von American Airlines: Gewisses Personal versuchte, sich etwas dazu zu verdienen.

Handel mit Codewörtern und BargeldSchwarzmarkt mit beliebten Schichten: American Airlines entlässt ersten Flugbegleiter

Beim Oneworld-Mitglied haben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter ihre begehrten Langstreckeneinsätze abgetauscht - gegen Bezahlung. Nun zog American Airlines erste Konsequenzen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Eine Umarmung und ein paar Kekse als Dankeschön für den Gefallen, den man einer Kollegin oder einem Kollegen getan hat? Eigentlich eine nette Geste. Bei American Airlines haben derartige Anfragen jetzt allerdings dazu geführt, dass mindestens ein Mitglied des Kabinenpersonals entlassen wurde. Denn dabei war nicht alles so, wie es schien.

Schon seit einer Weile schlägt sich die Airline damit herum, dass es im internen Tauschsystem der Airline eine Art Schwarzmarkt für begehrte Einsätze gibt. Und Codewörter wie Cookies oder Hugs standen dabei für Bezahlung in bar.

American Airlines verbietet den Handel mit Einsätzen

Das Ganze beruht auf dem Senioritätsprinzip. Wie bei vielen Fluglinien weltweit gilt auch bei American Airlines: Wer schon lange dabei ist, hat im monatlichen Wunschsystem deutlich bessere Chancen auf die attraktiven Langstreckenziele. Eigentlich ist bei American Airlines vorgesehen, dass Crews ihre Einsätze über ein internes System tauschen dürfen - so haben auch jüngere Mitarbeitende Chancen auf die beliebten Destinationen.

Geld darf dabei aber nicht fließen. Doch American Airlines stellte fest, dass manche Mitarbeitende die Regeln umgingen und damit aus Sicht des Unternehmens die Integrität des Systems untergruben. Im Mai warnte das Management die Crews deutlich: «Einsätze sind Eigentum der Airline und können nicht gekauft, verkauft oder vermittelt werden.» Wer sich nicht daran halte, müsse mit Konsequenzen rechnen.

Ein Crewmitglied wurde entlassen

Nun folgte die angekündigte Strafe. Ein Crewmitglied wurde entlassen. Weitere Untersuchungen laufen. Die Gewerkschaft APFA reagierte prompt und warf American Airlines vor, mit überzogenen Maßnahmen Vertrauen zu verspielen. Disziplin müsse schrittweise erfolgen, hieß es, und nicht gleich mit einer Kündigung.

Der Konflikt ist nicht der erste zwischen der Führung und Kabinenpersonal über nicht ganz erlaubte Nebenverdienste. Bereits zuvor hatte American Airlines kritisiert, dass sich Mitarbeitende für Einsätze anmeldeten, die sie aufgrund absehbarer Verspätungen gar nicht antreten konnten – und trotzdem bezahlt wurden. Auch in diesen Fällen drohen Sanktionen.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines bringt Bildschirme auf Kurz- und Mittelstrecken zurück - und baut Premium-Anteil aus

ticker-american-airlines

Schon wieder: Zwei Flüge von American Airlines gleichzeitig mit demselben Rufzeichen unterwegs

Flughafen Phoenix in der Nacht: Es kam zu einer ungewöhnlichen Situation.

Zwei Flüge von American Airlines gleichzeitig mit demselben Rufzeichen unterwegs

ticker-american-airlines

American Airlines und US-Regierung einigen sich über Haftung nach Absturz in Washington

Video

So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack