Flieger von American: Nutzen Mitarbeitende das System aus?

Doppelte BezahlungKabinenpersonal von American Airlines verdiente sich mit Trick Zubrot

Offenbar machten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Fluggesellschaft sich die Informationspolitik bei Verspätungen zunutze. Jetzt greift American Airlines durch.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wer seinen Flug gern bei Flugverfolgungsportalen nachschaut, hat es vielleicht schon einmal festgestellt: Manchmal zeigt die Airline in der App oder am Flughafen noch keine Verspätung an. Doch schaut man, wo das Flugzeug sich gerade befindet, ist klar: Da kommt noch was. Das machen sich offenbar Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines zunutze, wie ein internes Schreiben zeigt, das zunächst bei Twitter veröffentlicht wurde.

Im Schreiben kritisiert American Airlines eine Praxis ihrer Mitarbeitenden: Diese nutzen es aus, dass die Fluggesellschaft Verspätungen erst später deklariert. Und das geht so: Man kann sich spontan für Einsätze melden, auf denen es an Personal fehlt - und wird für diese selbstverständlich auch bezahlt. Verspätet sich der Flug, auf dem man sich aktuell befindet, kann es sein, dass man den Sondereinsatz verpasst oder dabei die Dienstzeit überschreiten würde - und so nicht mehr arbeiten kann. Bezahlt wird man dennoch.

«Erhöhte Anzahl»

Aus dem Schreiben von American Airlines an die Crews geht hervor, dass diese sich teils gezielt Sondereinsätze aussuchen, bei denen aufgrund einer noch nicht offengelegten Verspätung klar wird, dass sie diese nicht wahrnehmen können. «Wir bemerken eine erhöhte Anzahl an Flugbegleitenden, die sich für Einsätze melden, obwohl sie sich gerade auf einem Einsatz mit einer sich abzeichnenden Verspätung befinden», schreibt die Airline.

Man prüfe jetzt jede einzelne dieser Last-Minute-Anmeldungen, heißt es. Und man habe die Gewerkschaft informiert, dass man es als Diebstahl ansehe, wenn sich Mitarbeitende für Einsätze anmelden, die sie ziemlich sicher nicht wahrnehmen können, nur um doppelt bezahlt zu werden.

Ermittlungen drohen

Stelle sich heraus, dass jemand sich unter diesen Bedingungen für einen Einsatz gemeldet habe, werde dieser Person die Bezahlung für den Einsatz wieder entzogen und es werde gegen sie ermittelt. Im Zweifel drohen disziplinarische Maßnahmen.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

kc 135 stratotanker

Militärflugzeuge aus den USA schalten vor Aruba und Curaçao künftig Transponder ein

ticker-usa

Regierung der USA räumt Mitschuld an tödlicher Kollision in Washington D.C. ein

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin