Flugbegleiterinnen von Rayani Air: Sie heben vorerst nicht mehr ab.

Rayani AirScharia-Airline stellt Betrieb schon wieder ein

Im Dezember startete Rayani Air als Weltneuheit. Die malaysische Fluglinie hielt sich strikt an die islamischen Regeln. Doch nun musste sie schon wieder aufgeben.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

«Tag oder Nacht, Regen oder Sonnenschein – Rayani Air hebt weiter ab», lautete noch am Donnerstag (7. April) ein Update auf der Facebook-Seite der ersten Scharia-Airline der Welt. Den Übernamen bekam die malaysische Fluggesellschaft, weil an Bord strikt die islamischen Regeln beachtet werden. Die Flugbegleiterinnen tragen zurückhaltende islamische Kleidung, vor Start und Landung werden Gebete aus dem Koran zitiert und an Bord gibt es kein Schweinefleisch zu essen und keinen Alkohol zu trinken.

Im Dezember hatte die Fluggesellschaft den Betrieb aufgenommen. Doch offenbar hat sich das Konzept nicht rentiert. Am Freitag (8. April) stellte Rayani Air auf unbestimmte Zeit den Betrieb ein. Auf der Internetseite steht noch nichts vom Flugstopp, allerdings informierte die Airline ihre Kunden bei Facebook, dass man «aus betrieblichen Gründen» derzeit nicht mehr fliegen könne.

«Teil eines Restrukturierungsplans»

In einer Internen Email an die Mitarbeiter hieß es laut der Zeitung Straits Times, dass sämtlicher Betrieb ab sofort stillstehe und jeder Bereich auf die Profitabilität hin überprüft werde. Rayani-Air-Gründer Ravi Alagendrran bestätigte der malaysischen Zeitung The Star, dass man erst einmal nicht mehr fliege. Die Dauer des Groundings werde demnächst bekannt gegeben.

«Das ist Teil eines Restrukturierungsplans», schrieb er der Zeitung per SMS. «Sobald wir mit der Restrukturierung fertig sind, heben wir wieder ab.» Die Erklärung ist zumindest insofern nicht ganz glaubwürdig, dass eine Restrukturierung meist schon länger geplant ist – die Passagiere der Fluggesellschaft wurden von dem Grounding jedoch überrascht.

Neue Scharia-Airline für Europa

Auch in Europa soll mit Firnas Airways noch in diesem Jahr eine Scharia-Airline abheben. Von Großbritannien aus will die Airline «unterversorgte Ziele» anfliegen, an die es viele muslimische Passagiere zieht, etwa Bangladesch, Saudi-Arabien, Iran oder Pakistan.

Mehr zum Thema

Crew von Rayani Air: Islamische Kleidung.

Wenn Religion an Bord eine Rolle spielt

Psalme zum Flugzeugessen: Bei Alaska Airlines gibt es das nun nicht mehr

Keine Gebete mehr bei Alaska Airlines

Firnas Airways: Die Zielgruppe der Airline sind religiöse Muslime aus Großbritannien.

Scharia-freundliche Airline für Europa

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin