Ein Dreamliner von Saudia: Noch hat Neom Airlines keine eigenen Flugzeuge.

Neom AirlinesSaudi-Arabien will 2024 mit dritter Nationalairline starten

Das Land möchte zur Luftfahrtnation und Tourismusdestination aufsteigen. Nach Saudia und Riyadh Air will die saudi-arabische Regierung daher Ende 2024 die nächste Fluggesellschaft an den Start bringen: Neom Airlines.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Saudi-Arabien macht sich bereit für die Zeit nach dem Öl. Eine wichtige Säule sollen der Tourismus und die Luftfahrt übernehmen. Dafür schwingt sich das Land am Golf auf, die größte Luftfahrtnation der Region zu werden. Die Konkurrentinnen Emirates, Etihad und Qatar Airways  sollen langfristig überflügelt werden.

Die Ziele sind ambitioniert. Saudi-Arabien will bis 2030 rund 330 Millionen Fluggäste jährlich zählen, – drei Mal so viele wie heute. Weltweit will man mit 250 Zielen direkt verbunden sein, aktuell sind es 99. Weil ein derart großes Wachstum für eine Airline schwierig umsetzbar wäre, wurde neben Saudia mit Riyadh Air Ende vergangener Woche eine zweite staatliche Nationalairline offiziell gegründet.

Airline ist Teil des Gesamtangebots

Und auch das scheint noch nicht genug. Denn mit Neom Airlines steht schon die nächste staatliche Fluggesellschaft in den Startlöchern. Chef der neuen Fluggesellschaft wird der Deutsche Klaus Goersch, der unter anderem  bei British Airways gearbeitet hatte. Das Portal Future Travel Experience verriet er einige Details über die neue Airline.

Angedachter Start für die neue Fluggesellschaft ist Ende des Jahres 2024 oder Anfang des Jahres 2025. Die Hauptaufgabe von Neom Airlines wird es sein, Menschen aus der ganzen Welt, ob beruflich oder privat, in die gleichnamige Region zu bringen. «Da wir ein integraler Bestandteil der Destination von Neom sind, müssen wir über den Flug-Teil des Reisens hinausgehen», so Goersch.

Planstadt vom Reißbrett - mit Alkohol

Neom ist der Name einer Mega-Planstadt, die im Nordwesten des Landes an der Grenze zu Jordanien und Ägypten entsteht. Die Stadt soll 32 Mal größer werden als New York und ist Teil des Wirtschaftsumbauvorhabens Vision 2030. Der erste Bauabschnitt soll 2025 fertig sein. Anders als im Rest des Landes sollen sich Frauen in Neom nicht verschleiern müssen, Alkohol wird erlaubt sein. So soll Neom zu einer Tourismus-Hochburg werde.

Die Fluggesellschaft soll von ihrer Heimatbasis, dem Neom Bay Airport, sowohl regionale als auch weltweite Strecken bedienen. Das endgültige Streckennetz sei aber noch in Arbeit, so der deutsche Chef. Der Flughafen wurde schon 2019 eröffnet. Auch über die Flotte ist noch nichts bekannt.

Klare Aufgabenverteilung

Ein großer Vorteil der neuen Airline liegt auch darin, dass die Airline komplett neu aufgebaut wird. «Das gibt uns die Möglichkeit, es anders zu machen und es von Anfang an richtig zu machen, ohne die Komplexität und das Erbe, das sich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Davon werden wir profitieren», gibt sich der Manager von Neom Airlines überzeugt.

Die Aufgabenverteilung der künftig drei saudischen staatlichen Fluggesellschaften ist klar. Saudia soll sich auf Jeddah als Ausgangspunkt für Besuche zu den beiden heiligen Städten Mekka und Medina sowie das Rote Meer konzentrieren. Riyadh Air soll mehr als 100 Ziele auf der ganzen Welt ansteuern. Und Neom Air soll nach den Plänen die Menschen aus der ganzen Welt in die künftige Wüstenmetropole bringen.

Mehr zum Thema

Wüste in der Nähe von Riyadh: Riyadh Air ist offiziell gegründet worden.

Riyadh Air greift Emirates, Etihad und Qatar Airways an

Die Entwürfe von Foster + Partners  für den King Salman International Airport: sechs parallele Pisten.

Saudi-Arabien verwirklicht riesigen Flughafen mit sechs Pisten

The Line: Die Siedlung soll 170 Kilometer lang sein.

Mega-City Neom soll eigene Airline erhalten

Design: Zu welchen Airlines gehören diese Seitenleitwerke?

Können Sie auch diese Airlines an ihren Heckflossen identifizieren?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier