Red-Wings-Flieger: Müssen am Boden bleiben

Red Wings: Politisches Grounding?

Die Fluggesellschaft verliert nach dem Unfall in Moskau die Lizenz. Eigner Alexander Lebedew sieht die Gründe dafür in seiner politischen Einstellung.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es sind keine guten Wochen für Alexander Lebedew. Ende Dezember war eine Tupolew Tu-204 seiner Red Wings am Moskauer Flughafen Wnukowo verunglückt. Fünf Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Nun sieht es so aus, als sei es mit der Fluggesellschaft nun ganz vorbei. Die Luftfahrtbehörde Rosawiatsia entzog Red Wings die Lizenz. Ab Montag (4. Februar) bleiben alle Flieger am Boden, berichten russische Medien. Mit dem Crash habe das aber nichts zu tun. Vielmehr mit finanziellen Problemen, in denen die Fluglinie stecke.

Lebedew, dem neben der Airline unter anderem die britischen Zeitungen Evening Standard und Independent gehören, ist entrüstet über diesen Schritt der Regierung. Die Begründung, seine Fluglinie habe finanzielle Probleme, die den sicheren und effizienten Betrieb unmöglich machten, sei schlicht nicht wahr. Vielmehr stecke hinter dem Verbot eine politische Absicht. Lebedew ist als liberaler Regierungsgegner bekannt. Unter anderem gehört ihm ein Teil von Russlands stärkster Oppositionszeitung Nowaya Gaseta.

Aus für Red Wings

Für Red Wings bedeutet die Suspendierung laut Eigner Lebedew das Aus. Sein Gegenspieler Alexander Bastrykin habe gesiegt. Er leitet das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation, die Staatsanwaltschaft. Dort ermittelt man gerade intensiv gegen Kreml-Kritiker. «Er schaffte es, Red Wings zu grounden. Er zog den Kreml, die Regierung und die russische Luftfahrtindustrie auf seine Seite», twitterte Lebedew nach der Bekanntgabe.

Mit dem Ärger um Red Wings ist es noch nicht getan. Am Donnerstag beginnt vor einem Moskauer Gericht ein Verfahren wegen Hooliganismus gegen den Milliardär. In einer Talkshow im Jahr 2011 ging er einen anderen Gast tätlich an. Ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Gefängnis. Das sei völlig übertrieben, so der Unternehmer. Und gefährlich, findet sein in London lebender Sohn Evgeny laut eines Artikels der britischen Zeitung Daily Telegraph. Würde sein Vater in Russland inhaftiert, könne das seinen Tod bedeuten.

Mehr zum Thema

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

russland iraero antonov an 26 02

Fluggäste in Russland sitzen auf einmal in Transporter statt in Passagierflugzeug

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack