Es ist schon wieder passiert. British-Airways-Flug BA94 von Montreal von London-Heathrow konnte am 4. September erst rund dreieinhalb Stunden später abheben, weil erneut eine Notrutsche am Boden ausgelöst worden war. Betroffen war Door 5 Left, also die hinterste Tür auf der linken Seite der Boeing 787-10 mit dem Kennzeichen G-ZBLA. Verletzt wurde niemand, auch weil die Notrutsche das Catering-Fahrzeug zum Glück nicht traf.
British Airways konnte die Notrutsche vor Ort zwar nicht ersetzen, fand aber eine pragmatische Lösung. Ingenieure bauten die Rutsche aus und brachten Schilder an der Tür an, die darauf hinweisen, dass diese im Notfall nicht benutzt werden darf. Das ist möglich, weil die Anzahl der nutzbaren Ausgänge an die Passagierzahl gekoppelt ist. Entweder war der Flug nicht voll gebucht, oder Passagiere mussten aussteigen, schreibt das Portal PYOK.
Kosten für versehentlich ausgelöste Notrutschen sind hoch
British Airways entschuldigte sich gegenüber dem Portal bei den Kunden für die Verspätung. Eine ausgelöste Notrutsche lässt sich nicht einfach wieder aufblasen und anbringen. Sie muss ausgebaut, auf Schäden geprüft und anschließend fachgerecht neu verpackt oder komplett ersetzt werden. Und das kostet.
Branchenschätzungen zufolge liegen allein die Kosten für das Neuverpacken einer unbeschädigten Rutsche zwischen 10.000 und 26.000 Euro, abhängig vom Flugzeugmuster. Muss die Rutsche wegen einer Beschädigung komplett ersetzt werden, kann das mehr als 43.000 Euro kosten. Zusammen mit Standzeit des Flugzeugs, Umbuchungen und gegebenenfalls Hotelunterbringung für Passagiere kann sich die Gesamtrechnung für die Airline auf einen sechsstelligen Betrag summieren, hat das Portal Viewfromthewing zusammengetragen.
British Airways hat ein Notrutschenproblem
British Airways reagierte darauf und führte das japanische «Zeigen und Rufen»-Ritual von Shisa Kanko ein. Das Kabinenpersonal zeigt auf die Tür und sagt laut, ob die Tür scharf oder unscharf ist, bevor es die Tür betätigt.
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