B737-800 von Malaysia Airlines: Die Flotte soll überholt werden.

Malaysia streicht Europa-Routen

Malaysias Nationalairline will wieder schwarze Zahlen schreiben. Dafür wird abgebaut und in die Flotte investiert.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

«Wir stecken in einer tiefen, tiefen Krise» gesteht Malaysia-Airlines-Chef Ahmad Jauhari Yahya ein. Bis zum dritten Quartal häufte die Fluggesellschaft einen Verlust von umgerechnet rund 300 Millionen Euro oder 370 Millionen Franken an. Lokale Medien zitieren Insider, die berichten, satte 40 Prozent der Routen von Malaysia Airlines seien nicht profitabel. Um aus diesem Abwärtsstrudel auszubrechen, legte die Führung nun einen neuen Businessplan vor.

Kern des Plans ist eine Redimensionierung. Die Airline reduziert ihre Kapazitäten um 12 Prozent. Viele Routen nach Südafrika, Südamerika, die Golfregion und nach Europa verschwinden vom Flugplan. Stattdessen soll der Premium-Markt in Asien ausgebaut werden und die Zahlen wieder aufpolieren. Leisten soll das eine neue Tochtergesellschaft, die schon Mitte 2012 die ersten Flüge durchführen soll. Malaysia Airlines konzentriert sich dann auf die profitablen Langstrecken.

Kooperation mit der Konkurrenz

Für den Billigmarkt in Asien hat die Fluggesellschaft schon im August einen überraschenden Schritt verkündet: Die Kooperation mit der Konkurrentin Air Asia. Der Billigflieger soll das Lowcost-Segment der Malaysia-Routen übernehmen. Von Geschäftsfeldern, die nicht zum Kerngeschäft gehören, trennt sich Malaysia. So etwa vom Frachtgeschäft, Trainingseinrichtungen oder Ingenieurstätigkeiten.

Die Flotte, die mit einem hohen Durchschnittsalter von etwa 13 Jahren die Profitabilität stark beeinträchtigt, bekommt eine Verjüngungskur. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sollen dafür schon im nächsten Jahr 23 neue, effizientere Flieger sorgen, darunter auch fünf Airbus A380. Der erste Malaysia-Superjumbo soll im Juli 2012 abheben. Für das kommende Jahr erwartet der Konzern noch einen Verlust von rund 40 Millionen Euro oder 48 Millionen Franken. Aber wenn alles so läuft wie geplant, soll schon 2013 wieder ein Gewinn in den Büchern stehen.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Emirates: In China mussten jetzt 373 Reisende eine ganze Nacht im Superjumbo aushalten.

Emirates-Passagiere müssen eine Nacht im Airbus A380 ausharren

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

Airbus A380 von Qatar Airways: Zurück im Einsatz.

Qatar Airways fliegt wieder mit dem Airbus A380 - aber nur mit halb so vielen wie vor dem Iran-Krieg

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies