B737-800 von Malaysia Airlines: Die Flotte soll überholt werden.

Malaysia streicht Europa-Routen

Malaysias Nationalairline will wieder schwarze Zahlen schreiben. Dafür wird abgebaut und in die Flotte investiert.

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«Wir stecken in einer tiefen, tiefen Krise» gesteht Malaysia-Airlines-Chef Ahmad Jauhari Yahya ein. Bis zum dritten Quartal häufte die Fluggesellschaft einen Verlust von umgerechnet rund 300 Millionen Euro oder 370 Millionen Franken an. Lokale Medien zitieren Insider, die berichten, satte 40 Prozent der Routen von Malaysia Airlines seien nicht profitabel. Um aus diesem Abwärtsstrudel auszubrechen, legte die Führung nun einen neuen Businessplan vor.

Kern des Plans ist eine Redimensionierung. Die Airline reduziert ihre Kapazitäten um 12 Prozent. Viele Routen nach Südafrika, Südamerika, die Golfregion und nach Europa verschwinden vom Flugplan. Stattdessen soll der Premium-Markt in Asien ausgebaut werden und die Zahlen wieder aufpolieren. Leisten soll das eine neue Tochtergesellschaft, die schon Mitte 2012 die ersten Flüge durchführen soll. Malaysia Airlines konzentriert sich dann auf die profitablen Langstrecken.

Kooperation mit der Konkurrenz

Für den Billigmarkt in Asien hat die Fluggesellschaft schon im August einen überraschenden Schritt verkündet: Die Kooperation mit der Konkurrentin Air Asia. Der Billigflieger soll das Lowcost-Segment der Malaysia-Routen übernehmen. Von Geschäftsfeldern, die nicht zum Kerngeschäft gehören, trennt sich Malaysia. So etwa vom Frachtgeschäft, Trainingseinrichtungen oder Ingenieurstätigkeiten.

Die Flotte, die mit einem hohen Durchschnittsalter von etwa 13 Jahren die Profitabilität stark beeinträchtigt, bekommt eine Verjüngungskur. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sollen dafür schon im nächsten Jahr 23 neue, effizientere Flieger sorgen, darunter auch fünf Airbus A380. Der erste Malaysia-Superjumbo soll im Juli 2012 abheben. Für das kommende Jahr erwartet der Konzern noch einen Verlust von rund 40 Millionen Euro oder 48 Millionen Franken. Aber wenn alles so läuft wie geplant, soll schon 2013 wieder ein Gewinn in den Büchern stehen.

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