Flieger von Indigo: Gründer über Kontrolle der Airline uneinig.

Bisher sehr erfolgreichMachtstreit unter Gründern bremst Indigo aus

Der Billigflieger konnte sich im schwierigen Markt Indien bislang erfolgreich behaupten. Streitigkeiten in der Führungsebene sorgen nun aber bei Indigo für Turbulenzen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Um Indiens Luftfahrt ist es seit Jahren schlecht bestellt. In diesem Jahr spitzten sich die Probleme aber nochmals zu. Finanzielle Schwierigkeiten sorgten im April für das Grounding von Jet Airways, die Behörden ermitteln mittlerweile gegen die Führung der Fluglinie wegen Betrugsverdacht. Auch bei der staatlichen Air India sieht es nicht gut aus, denn die Airline schlittert derzeit wegen nachhaltig roten Zahlen und Schulden in Milliardenhöhe ebenfalls knapp am Kollaps vorbei.

Eine große Ausnahme im indischen Luftverkehr war bisher Indigo. Während es den meisten anderen Airlines schlecht geht, erkämpfte sich der Billigflieger seit der Gründung 2006 mit mehr als 40 Prozent schnell den größten Marktanteil, schreibt schwarze Zahlen und wächst. Doch seit Anfang des Jahres kriselt es auch bei Indigo: Ein Streit auf der Teppichetage spitzt sich zu und hat nun Auswirkungen auf das Geschäft.

Aktienkurs um fast ein Fünftel gesunken

Die Indigo-Gründer Rakesh Gangwal und Rahul Batia streiten über einst ausgehandelte Machtverhältnisse im Mutterkonzern Interglobe Aviation. Der ehemalige Chef von US Airways Gangwal hält derzeit 37 Prozent am Unternehmen, während Batia mit seiner IGE Group 38 Prozent besitzt und zudem Geschäftsführer und Präsident ernennen darf.

Gangwal ist das mittlerweile ein Dorn im Auge. Laut dem Manager stehe die Steuerung von Interglobe Aviation schon länger nicht mehr in Einklang mit indischen Gesetzen und gebe der IGE Group unfaire Vorteile. Bei den indischen Aufsichtsbehörden legte er nun Beschwerde gegen die ungewöhnliche Aufteilung der Unternehmenskontrolle ein und forderte die offiziellen Stellen zum Eingreifen auf, berichten lokale Medien. Nachdem dies vergangenen Dienstag (9. Juli) bekannt wurde, fiel der Aktienkurs von Indigos Mutterkonzern um 17 Prozent.

Streit um Führung

Batia bestreitet in einer Stellungnahme die Vorwürfe und wirft Gangwal im Gegenzug vor, ihn bei Interglobe Aviation schwächen zu wollen. Erste Uneinigkeiten zwischen den beiden Gründern begannen früher dieses Jahr. Hintergrund waren eine Umbildung des Managements sowie die vermehrte Einstellung ausländischer Arbeitskräfte, da Indigo das internationale Geschäft vorantreiben möchte.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Indigo: Die Fluglinie will mehr Reichweite.

Indigo erwägt große Order mit Airbus A321 XLR

Flugzeug von Indigo: Ein Betrunkener hatte einen speziellen Wunsch.

Indigo legt Europa-Pläne auf Eis

Airbus A320 Neo: Die indische Billigairline ist ein großer Kunde von Airbus.

Indigo wechselt zu größerem A321 Neo

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack