Denn der Flug war der allererste der ersten Lufthansa, die sich damals und bis 1933 noch Luft Hansa schrieb. Er führte nach Zürich. Allerdings nicht nonstop. Die Fokker-Grulich F.II - eine in Berlin gebaute Lizenzversion der Fokker F.II mit zahlreichen Verbesserungen - landete zuerst in Halle, dann in Erfurt und Stuttgart, bevor sie schließlich nach etwas mehr als fünf Stunden in der Schweizer Stadt landete.
Die Jets überfliegen die historischen Zwischenstopps
Diesen Flug stellt die heutige Lufthansa am 6. April 2026 nach - also exakt 100 Jahre später. Die Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen D-ABPU und der 100-Jahre-Jubiläumslackierung wird von Berlin nach Zürich fliegen - allerdings ohne die Zwischenstopps. Auf dem direktesten Weg geht es allerdings dennoch nicht. Halle, Erfurt und Stuttgart werden beim Sonderflug (Flugnummer LH1926) immerhin überflogen. Sitzplätze im Dreamliner mit Allegris-Kabine kann man buchen - dürften aber schnell ausgebucht sein, wie eine Stichprobe zeigt.
Damit bleibt es nicht. Die Fluggesellschaft will am gleichen Tag auch den zweiten Flug nachstellen, der vor einem Jahrhundert stattfand. Eine Dornier Komet II flog damals in rund dreieinhalb Stunden von Berlin via Magdeburg nach Köln. Auch hier (LH2026) wird der Zwischenstopp überflogen. Bei diesem Flug kommt der Airbus A350-900 mit dem Kennzeichen D-AIXL zum Einsatz. Lufthansa verspricht eine «spannende und unterhaltsame Zeit entlang der alten Strecke».
Sechs Jubiläumsflieger von Lufthansa mit Sonderlackierung
Die Lackierung der sechs Jubiläumsflieger weist einen blauen Flugzeugrumpf auf, auf dem ein riesiger weißer Kranich prangt, dessen Flügel in die Tragflächen übergehen. Neben dem Vogel ist auf der linken Rumpfseite die Zahl 100 zu sehen, auf der rechten der Schriftzug 1926 | 2026. Auf der Unterseite der Flugzeuge steht ebenfalls eine große 100.
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