Ein Airbus A321 LR von Tap: Die Airline soll bis Mitte 2024 privatisiert sein.

PrivatisierungLufthansa bekommt bei Tap Konkurrenz von altem Bekannten

Der Ex-Eigentümer von Avianca versucht erneut, die portugiesische Nationalairline zu übernehmen. Es ist der dritte Versuch von Germán Efromovich bei Tap.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In den kommenden Wochen dürfte der Startschuss fallen. Die portugiesische Regierung will bekannt geben, welchen Anteil an Tap sie verkaufen wird. Sie machte aber bereits zwei Bedingungen. Sie will einerseits weiterhin einen Sitz im Aufsichtsrat der Nationalairline. Andererseits muss ein Käufer die Wirtschaft des Landes fördern und das Drehkreuz Lissabon erhalten.

Als Interessenten gelten die großen europäischen Luftfahrtgruppen Lufthansa Group, Air France-KLM und IAG. Zudem gibt es gemäß der Regierung auch Interesse von drei branchenfremde Firmen. Ziel der Regierung ist es, dass Tap bis Mitte 2024 privatisiert ist.

Versuch Nummer Drei

Laut dem der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios wird derzeit allerdings ein neues Konsortium gebildet, das in das Rennen um die portugiesische Nationalairline einsteigen will. Mit von der Partie ist mit Germán Efromovich ein alter Bekannter. Er ist ehemaliger Eigentümer von Avianca und anderen Airlines wie Aerogal, Avianca Brasil oder Taca. Er wollte Tap schon mehrfach übernehmen.

Bei der angestrebten Tap-Privatisierung 2011 soll das Angebot von Efromovich die Bedingungen nicht erfüllt haben. Im Rahmen der Privatisierung 2014 galt der Millionär als einer der aussichtsreichen Kandidaten. Letztlich ging die portugiesische Nationalairline aber an ein Konsortium des brasilianisch-amerikanischen Geschäftsmannes David Neeleman.

Startschuss im September

Neben Efromovich soll dem Konsortium auch den portugiesischen Geschäftsmann Mário Ferreira angehören, dem unter anderem das Flusskreuzfahrtunternehmen Douro Azul gehört. Der dritte Mann soll Diogo Lacerda Machado sein, ein ehemaliger Tap-Manager und Regierungsberater.

Offiziell will sich das Konsortium im September outen. Nämlich dann, wenn die Regierung beabsichtigt, die Privatisierungsvorgaben von Tap zu veröffentlichen, in denen die Verkaufsbedingungen festgelegt werden.

Bereits in europäischer Luftfahrt aktiv

Seit dem (erzwungenen) Abgang bei Avianca ist Efromovich in die Luftfahrt zurückgekehrt. Und zwar in Europa. Er ist einer der Investoren von Aeroitalia, die gerade kräftig in Italien expandiert.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Tap: Wer bekommt die portugiesische Nationalairline?

Sechs Unternehmen interessieren sich für Tap

Heckflosse von TAP: Die Airline bekommt einen neuen Besitzer.

Portugal will TAP ganz loswerden

Flugzeug von Tap: Klamme Airline, hohe Abfindungen.

Tap-Skandal erschüttert Portugal

Boeing 747-8 vor dem Abflug Richtung USA im Januar 2026: Fliegt mittlerweile für die U.S. Air Force.

Aus Lufthansa-Kranich wird Air-Force-Kranich: Ehemalige D-ABYD fliegt schon eifrig für die USA

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg