Airbus A340-500: Die letzten sind verkauft.

Letzter Airbus A340 verkauft

Es ist das Ende einer Ära. Der Flugzeugbauer setzte die letzten Exemplare des Langstreckenjets ab. Insgesamt war das Modell nicht besonders erfolgreich.

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Produziert wird der Airbus A340 schon seit einem Jahr nicht mehr. Nun verkaufte der Flugzeugbauer auch die letzten beiden Exemplare seines vierstrahligen Langstreckenfliegers. Eigentlich, so munkelt man in der Branche, seien sie für die indische Kingfisher Airlines gedacht gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Doch das indische Unternehmen besitzt momentan noch nicht einmal eine Fluglizenz, weil ihm Geld und Personal für den sicheren Betrieb fehlen. Erst recht reicht es ihm nicht für neue Flieger. Die beiden fabrikneuen A340-500 mit 252 Plätzen und einer Reichweite von 16'670 Kilometern kaufte nun die britische Luftfahrtservice-Firma AJW Capital Partners, wie Airbus mitteilt.

Die zwei Maschinen sollen im nächsten Jahr den kommerziellen Dienst bei einer Airline antreten, die bisher noch nicht genannt wird. Damit verabschiedet sich Airbus endgültig von seinem einst als Vorzeigejet gefeierten Flieger, der aber eher unglamourös von der Bühne verschwindet. Kein Flugzeug von Airbus wurde nach so kurzer Zeit wieder eingestellt wie der A340, der 1993 erstmals in Verkehr gesetzt worden war.

Keine Chance gegen die B777

Doch gegen Boeings B777 hatte der Flieger keine Chance. Das musste sich im vergangenen Jahr auch Airbus eingestehen. Während die Amerikaner erst kürzlich die Auslieferung ihrer 1000. Triple-Seven feierte, hatte Airbus bis dahin nur etwa 350 seiner A340 verkauft. «Wir akzeptieren die Realität. Wir haben während beinahe zwei Jahren keinen A340 mehr verkauft», begründete Airbus-Finanzvorstand Hans Peter Ring im vergangenen November die Entscheidung.

Doch auch Airbus profitierte von der Einstellung der A340-Produktion - über den A330. Er ist der beliebteste Langstreckenjet von Airbus und wurde bereits rund 1250 Mal verkauft. Beide Flieger haben dieselbe Art von Tragflächen. Ingenieure haben nun offenbar einen Weg gefunden, wie man diese optimieren kann, indem man den Platz nutzt, den sonst die beiden zusätzlichen Triebwerke einnehmen. So soll der A330 für den nächsten großen Kampf gegen Boeing gerüstet werden. Nach dem A340-Killer B777 nennt man den Dreamliner von Boeing inzwischen unter Fans den A330-Killer.

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