Jak 42 von Kuban Airlines: Flieger stehen am Boden.

Kuban Airlines am Ende

Die russische Fluggesellschaft stellte ihren Betrieb ein. Das Ende brachten finanzielle Probleme und einschneidende neue Vorschriften der Regierung in Moskau.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Sein Vermögen wird auf neun Milliarden Dollar geschätzt. Und doch ließ der russische Aluminium- und Autozar Oleg Wladimirowitsch Deripaska vergangene Woche seine Fluggesellschaft fallen. Man stelle den Betrieb per sofort ein, verkündete am 11. Dezember Kuban Airlines. Gleichzeitig meldete das Unternehmen mit Sitz am Flughafen Paschkowski in Krasnodar beim lokalen Gericht Insolvenz an. Hauptgrund für den harten Schritt sei die «schwierige finanzielle Situation», erklärte es. Insgesamt hätten sich Schulden von mehr als 300 Millionen Dollar angehäuft, berichtet die Wirtschaftszeitung Vedomosti. Die nationale Luftfahrtaufsichtsbehörde Rosawiatsia bestätigt Ausstände bei der Flugsicherung, Kersoinlieferanten und Flughäfen.

Die Probleme zeichneten sich schon eine ganze Weile ab. Anfang November musste Kuban Airlines ihre drei Airbus A319 an die Leasinggeber zurückgeben, weil sie die Raten dafür nicht mehr zahlen konnte. Damit verblieben der Airline noch zwei Boeing B737-500 und eine B737-300. Das aber ist zuwenig. Denn Ende November trat ein Erlass in Kraft, nachdem die Flotte von Fluggesellschaften mindestens acht Flieger stark sein muss, wenn sie Maschinen mit mehr als 55 Plätzen betreibt. Das Management sieht die Schuld am Konkurs deshalb nicht nur bei sich selbst, sondern vor allem auch bei den Behörden. «Wir müssen feststellen, dass die Existenz von regionalen Fluggesellschaften in Russland heute bedroht ist», schreiben sie. Anfang November musterte die Airline ihre elf uralten Yakowlew Yak 42 aus.

Unternehmen mit Tradition

Kuban Airlines wurde 1932 als Tochter von Aeroflot gegründet. 1992 wurde sie privatisiert. 2004 übernahm Deripaska mit seiner Holding Basic Elements die Kontrolle. Erst 2001 noch übernahm das Unternehmen den Billiganbieter Sky Express. Kuban war die 14.-größte Fluggesellschaft Russlands.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies