König Charles bei seiner Rede: Nicht alle hatten Freude.

ParlamentseröffnungKönig Charles bringt Airlines mit Maßnahmen gegen Zusatzgebühren auf die Palme

König Charles hat in der King's Speech die Gesetzesvorhaben der britischen Tory-Regierung verlesen. Eine Aussage darin sorgte bei Airlines für erhitzte Gemüter.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die King's Speech ist eine dieser Traditionen, die außerhalb von Großbritannien erst einmal erklärt werden müssen. Stattgefunden hat sie diese Woche. König Charles las dabei in seiner Funktion als Staatsoberhaupt in voller royaler Montur in etwa zehn Minuten rund 20 Gesetzes-Vorhaben der Regierung für die neue Sitzungsperiode vor.

Die Stimme muss dabei möglichst emotionslos klingen, denn König Charles darf keine Meinung zu diesen Plänen kundtun. Emotionen gab es nach seiner ersten King's Speech aber nun von anderer Seite. Denn eines der Gesetzes-Vorhaben brachte die Airlines des Landes auf die Palme.

Keine Zusatzgebühren für Gepäck mehr?

«Wir werden neue Schutzmaßnahmen einführen, um zu verhindern, dass Verbraucher abgezockt werden», las König Charles vor. Und eine dieser Maßnahmen betrifft das sogenannte Drip Pricing. Der Begriff beschreibt die Praxis, nur einen Teil eines Produktpreises im Voraus bekanntzugeben und dann den Preis durch Zusatzgebühren für Extras zu erhöhen.

Ein Bespiel dafür sind Airline-Tickets. Denn wer in letzter Zeit geflogen ist, weiß: Im günstigsten Tarif ist inzwischen teilweise nicht einmal mehr zwingend ein Platz im Gepäckfach inbegriffen. Auch Extras wie Sitzplatzreservierung, Aufgabegepäck oder Fast Track bei der Sicherheitskontrolle können kosten. Das gefällt der Regierung nicht. Die Zusatzgebühren sollen laut dem Gesetzesentwurf im Ticketpreis enthalten sein.

80 Pfund zusätzlich pro Ticket?

Der könnte dann allerdings höher ausfallen als bisher. Auf den mittleren Flugpreis würden laut einer für die Regierung durchgeführten Analyse rund 80 Pfund zusätzlich aufgeschlagen - das würde sich zusammensetzen aus Kosten für das Hinzufügen von Gepäck und Sitzplatzbuchungen.

Dem Luftfahrtverband Airlines UK gefällt das natürlich nicht. «Die Entbündelung von Produkten und das Angebot einer größeren Auswahl, die von den Verbrauchern gefordert wird, ist ein wichtiges Mittel, mit dem die Fluggesellschaften Wettbewerb betreiben, und hat bekanntlich dazu geführt, dass Flugreisen für alle zugänglich wurden», heißt es vom Verband.

Verbraucherschützer wollen mehr

«Jegliche Versuche, dies rückgängig zu machen, liegen eindeutig nicht im Interesse der britischen Verbraucher, und wir werden auf die Vorschläge der Regierung reagieren, sobald uns mehr Details vorliegen», so Airlines UK. Auf der anderen Seite stehen die Verbraucherschützer. Und denen geht das Vorhaben sogar nicht weit genug.

«Während es ermutigend ist, zu sehen, dass die Regierung Gesetze zur Bekämpfung unlauterer Preispraktiken aufstellt, ist es enttäuschend, dass es der Premierminister versäumt hat, routinemäßige Gesetzesverstöße von Fluggesellschaften zu bekämpfen, bei denen sich die Passagiere oft verlassen fühlen», heißt es in einer Erklärung der Organisation Which. Sie verlangt, dass die Regierung vor allem auch die Themen von Rückerstattung und Entschädigung angeht.

Mehr zum Thema

Viele Möglichkeiten: Allegris von Lufthansa bietet 14 Optionen.

Die 14 Sitzoptionen in Lufthansas neuer Langstreckenkabine

Paar in der Economy von Emirates: Warten oder früh reservieren?

Auch bei Emirates kostet nun die Platzreservierung

Kabine eines Airbus A321 Neo von Lufthansa: Wem ein Mittelsitz zugeteilt wird und wechseln will, muss zahlen.

Lufthansa teilt Fluggästen Plätze zu - wer wechseln will, muss zahlen

ticker-easyjet

Easyjet rüstet letzte Airbus A320 mit Sharklets nach

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack