Der Himmel über Israel wird für El Al enger. Billigairlines werden den Ticketpreis drücken.

Israel öffnet seinen Himmel zaghaft

Europas Fluglinien können künftig einfacher neue Flüge nach Israel anbieten. Doch bis es so weit ist, vergeht noch einige Zeit.

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Nach drei zähen Verhandlungsjahren steht das «Open Sky»-Abkommen zwischen Israel und der europäischen Union. Die Unterzeichnung wurde in der Vergangenheit mehrmals vertagt. Das Abkommen ermöglicht den europäischen Airlines, ohne vorherige bilaterale Verträge neue Verbindungen nach Israel anzubieten. Die Umsetzung beginnt bereits in den nächsten Monaten. Bis zur kompletten Öffnung hat sich Israel aber ein Zeitfenster bis 2017 ausgehandelt. Davon erhofft sich die israelische Regierung einen Schutz der eigenen Airlines wie El Al oder Arkia. In der Übergangsphase nur eine beschränkte Anzahl neuer Flüge möglich.

Die israelischen Gewerkschaften äußerten bereits im Vorfeld Sorgen über die neue Konkurrenz. Der für den Flugverkehr zuständige Minister Yisrael Katz betonte nach der Unterzeichnung des Abkommens vor allem die Vorteile für seine Landsleute: «Dieser Vertrag macht Israel luftfahrttechnisch zu einem Teil der EU. Ich erwarte massive Nachlässe auf den Flugpreisen zum Wohle aller Israelis.» Nach Vorstellungen des Ministers sollen mit den neuen Flugzeugen auch neue Touristen ins Land strömen und für Tausende an neuen Jobs sorgen.

Billigflieger sehen einen neuen Wachstumsmarkt

Israir, die drittgrößte Gesellschaft innerhalb des Landes sieht dem Abkommen gelassen entgegen, da man sich bereits darauf eingestellt habe. Die Platzhirsche EL AL unf Arkia nehmen die Übereinkunft erstmals unter die Lupe, wie die Zeitung Israel Hayom schreibt. Großes Interesse hat bereits im Vorfeld der irische Billigflieger Ryanair angemeldet. Konkurrent Easyjet bietet bereits seit 2009 Flüge von der Schweiz und Großbritannien aus nach Israel an.

Der Marketingdirektor von Easyjet Schweiz wittert weitere Potenzial für seine Flugline und erwartet, dass die Preise unter Druck kommen. «Easyjet begrüsst dieses Abkommen sogar sehr und hat sich auch dafür stark gemacht», sagt Peter Voets gegenüber aeroTELEGRAPH. Das «Open Sky»-Abkommen mit Israel biete Easyjet die Möglichkeit, seine Flugverbindungen nach Israel potenziell weiter auszubauen. «Unser Flugverkehr nach Israel war sowohl von der Schweiz wie auch von Großbritannien aus eingeschränkt.»

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