Flieger von Intersky: Die Airline gibt klein bei.

GroundingIntersky stellt den Betrieb ein

Aus für die Bodensee-Airline. Intersky stellte am Abend alle Flüge und den Ticketverkauf ein. Die Flugzeuge gingen bereits zurück an die Leasingfirma.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es ist ein Ende mit Schrecken. Am Donnerstagabend (5. November) stoppte Intersky alle Flüge und die Ticketverkäufe per sofort. Die Leasinggesellschaft Castlelake wollte nicht mehr länger zusehen und forderte seine Flugzeuge von der österreichischen Regionalairline zurück. Zwei Bombardier Dash 8 und zwei ATR 72 wurden bereits nach Maastricht überführt.

Dem Grounding ging das endgültige Scheitern der Verkaufsverhandlungen voraus. Am Nachmittag waren die Gespräche um eine Übernahme von Intersky mit der deutschen MDA Mitteldeutsche Aviaton endgültig gescheitert. Der Investor war nach dem Nein zur Gesamtübernahme auch nicht mehr bereit, sich an einem Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung zu beteiligen. Der Finanzbedarf für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebes war höher als erwartet.

Kein frisches Geld

Damit fiel ein wichtiger Pfeiler des Rettungsplans dahin. Er hätte eine massive Reduktion des Flugbetriebs von Intersky auf nur noch drei Strecken vorgesehen. Auch dann hätte MDA aber noch frisches Geld einschiessen müssen. Eigentlich war es ganz anders geplant. 2015 werde man den «endgültigen Break-Even» erreichen, erklärte die Führung vor einem Jahr.

Intersky betrieb zuletzt eine Flotte von 2 ATR72-600 und 3 Dash 8-300. Damit bediente die Fluggesellschaft 9 Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie beschäftigte insgesamt rund 150 Mitarbeitende.

Intersky schweigt

Von Intersky gibt es noch keine offizielle Stellungnahme. Was mit den bereits verkauften rund 20.000 Tickets passiert, ist daher noch unklar. Auf der Internetseite von Intersky war am Freitagmorgen noch keine Information zum Grounding zu finden. Die Buchungsmaschine sowie diverse Unterseiten sind bereits abgeschaltet worden. Auf der Facebook-Seite wurde das Profilbild in Schwarzweiß geändert. Ein Hinweis an Passagiere fehlt aber auch dort.

Mehr zum Thema

ticker-oesterreich

Österreich modernisiert Luftfahrtgesetz und Drohnenregeln

ticker-ryanair

Österreich: Oberster Gerichtshof erklärt 14 Zusatzgebühren von Ryanair für unzulässig

ticker-oesterreich

Österreich stellt Luftfahrtbranche jährlich 30 Millionen Euro zur Verfügung

ticker-oesterreich

Österreich fängt zwei Mal Militärflugzeuge der USA mit Eurofightern ab

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier