Wenn am 11. Juni um 15:00 Uhr im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika angepfiffen wird, ist das der Startschuss für die größte Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Das Teilnehmerfeld wurde von 32 auf 48 Teams erhöht. Damit steigt auch die Zahl der Spiele von 64 bei der WM 2022 in Katar auf 104 in Mexiko, Kanada und den USA. Es ist die erste WM, die in drei Ländern ausgetragen wird.
Die Regeln der Fifa schreiben vor, dass die Teams mindestens fünf Tage vor ihrem ersten Spiel im Team-Hotel sein müssen. Die Mannschaften reisen daher dieser Tage auf den nordamerikanischen Kontinent. Doch trotz 16 zusätzlicher Mannschaften ist die Zahl der Fluggesellschaften, die Nationalteams mit speziell designten Flugzeugen zum Turnier fliegen, überschaubar.
Argentinien mit Speziallackierung und Sonderflugnummer
American und Qatar Airways sind offizielle Partner-Airlines
Ein weiteres Flugzeug mit einer WM-Sonderlackierung hat American Airlines vorgestellt. Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen N844NN trägt auf dem hinteren Drittel des Rumpfes in blauen Farbtönen den Slogan «Worldcup 26», daneben den WM-Pokal in Originalfarben. Die Fluggesellschaft wird auch limitierte Amenity-Kits im WM-Design ausgeben. Denn American Airlines ist zusammen mit Qatar Airways offizielle Partner-Airline der WM.
Das sind die Sonderlackierungen zur WM 2026
Airbus A330-200 von Aerolinas Argentinas: Das Flugzeug ist Lionel Messi gewidmet.
Aerolinas Argentinas/Facebook
Die Triebwerke zeigen die Kapitänsbinde.
Aerolinas Argentinas/Facebook
Airbus A350 von Iberia im Design für die spanische Nationalmannschaft.
American Airlines zeigt ihre WM-Beklebung auf einer Boeing 737-800.
Qatar Airways' Boeing 777 im Fifa-Look: Das Flugzeug wird auch nach der WM die Lackierung behalten.
Auf den Kapverden ist man mächtig stolz auf die Nationalmannschaft: Das Heck einer Boeing 737 Max 8 zeigt Spieler und Trainer.
Cabo Verde Airlines/Facebook
Die Kapverden sind zum ersten Mal bei einer WM-Endrunde dabei.
Cabo Verde Airlines/Facebook
Auf den Triebwerken steht «Kapverden bei der WM».
Cabo Verde Airlines/Facebook
Uzbekistan Airways zeigt einen weißen Wolf im Trikot, das Maskottchen der Nationalmannschaft.
Uzbekistan Airways/Youtube
Usbekistan ist zum ersten Mal bei einer WM dabei.
Uzbekistan Airways/Youtube
Brasilianisches Gruppenfoto vor einem Airbus A321 Neo von Azul, der war allerdings nur Kulisse.
Die Anreise erfolgte anschließend mit dieser gecharterten Boeing 767-300 mit dem Logo des brasilianischen Fußballverbandes.
Qatar Airways hat eine Boeing 777-300 ER im WM-Design präsentiert. Der graue Rumpf der Boeing 777 ist in den ersten zwei Dritteln vollständig dem Burgunderrot der Airline gewichen. Im letzten Drittel geht das Rot in Blau über. Der goldene Weltmeister-Pokal ist zusammen mit dem Slogan «Official Airline of the Journey» abgebildet. Das Heck ist blau mit der Oryx-Antilope in Weiß. Der Jet wird auch nach Turnierende den Look behalten.
Weiße Wölfe in Boeing 787, blaue Haie in Boeing 737 Max 8
Derweil reisen auch zwei WM-Neulinge mit Sonderlackierungen zum Turnier. Uzbekistan Airways hat einer Boeing 787 (Kennzeichen UK78706) ein spezielles Aussehen verpasst: Neben den Türen steht «Go Uzbekistan», daneben ein weißer Wolf im Fußballtrikot. Denn der weiße Wolf ist das Symbol der usbekischen Nationalmannschaft. Neben der Lackierung stattet die Airline ihre gesamte Flotte mit gebrandeten Kopfstützen aus. Fluggäste auf der Strecke Taschkent - New York erhalten zudem spezielle Amenity-Kits.
Länder ohne Speziallackierung
Azul ist die offizielle Fluggesellschaft der brasilianischen Nationalmannschaft. Sie ließ das Team zwar am Flughafen vor einem Airbus A321 Neo (PR-YJE) mit Brasilien-Lackierung posieren. Die Reise zur Weltmeisterschaft erfolgt aber mit einer gecharterten Boeing 767-300 (ZS-NEX), die nur mit dem Wappen des brasilianischen Fußballverbandes geschmückt ist.
Derweil ist der französische Fußballverband Partner von La Compagnie. Die selbsternannte Boutique-Airline, die ihre Airbus A321 Neo ausschließlich mit Business-Class-Sitzen ausstattet, fliegt Mbappé, Olise und Co. zum Turnier. Allerdings ohne Speziallackierung. Ihre belgischen Nachbarn haben einen Airbus A320 im Design der Red Devils bei Brussels Airlines. Der Jet mit der Kennung OO-SNO wird das Team aber wohl nicht in die USA fliegen.
Fanhansa-Zeiten sind vorbei, DFB fliegt Linie
Die WM 2014 in Brasilien gehörte zu den Turnieren mit vielen Sonderlackierungen und -beklebungen. Lufthansa allein verwandelte acht Flugzeuge in «Fanhansa»-Jets. Die damals zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin machte aus einem Airbus A320 die «Fan Force One». Die brasilianische Gol stattete eine Boeing 737 mit Graffitis brasilianischer Künstler aus. Aerolíneas Argentinas setzte auf eine Boeing 737 mit Messi-Motiv. Qantas gestaltete eine Boeing 747 im Socceroos-Design, Japan Airlines eine Boeing 777 im «Go Japan!»-Look.
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