Boeing 737-800 from Flybondi: Three instead of six aircraft in 2020.

Billigflieger in ArgentinienFlybondi bleibt halb so groß wie geplant

Die Coronakrise setzt Flybondi zu. Derweil droht die Schließung des Heimatairports Buenos Aires-El Palomar. Doch die kleine Billigairline aus Argentinien bleibt optimistisch.

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Die argentinische Billigfluglinie Flybondi wird dieses Jahr nur drei ihrer fünf Flugzeuge einsetzen. Eigentlich sollte bis Jahresende die Flotte von fünf Boeing 737-800 um ein weiteres Exemplar ergänzt werden. Wegen der gesunkenen Fluggastzahlen aufgrund der Coronakrise verschiebt die Airline die Übernahme von vier bestellten Flugzeugen.

Zwei bereits eingeflottete Boeing 737 sind derweil an ihren Leasinggeber zurückgegangen. Dies berichtet das Portal Aeroin. Während Flybondi mit nur halb so vielen Fliegern wie für dieses Jahr geplant operiert, handelt das Unternehmen mit seiner Belegschaft derzeit neue Arbeitsverträge aus. Nach argentinischer Gesetzgebung darf die Fluglinie bis September keine Entlassungen anordnen.

Bangen um Heimatflughafen

Um inmitten der Coronakrise Verluste klein zu halten, plant Flybondi Lohnkürzungen. Weitere Einbußen drohen derweil auch am Heimatflughafen El Palomar. Der nahe der Hauptstadt Buenes Aires gelegene Militärflugplatz wird seit 2018 auch für kommerzielle Flüge genutzt.

Laut lokalen Medien erwägt die argentinische Regierung, El Palomar zu schließen. Als einzige Alternative müsste Flybondi vorerst auf Buenos Aires' teureren Hauptflughafen Eizeza ausweichen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sind Bauarbeiten an Buenos Aires' Stadtflughafen Jorge Newberry abgeschlossen, den Flybondi als neues Zuhause bevorzugen würde.

«Mehr Routen als vor der Pandemie»

Trotz der vielen Ungewissheiten um Corona und den Heimatflughafen bleibt das Management von Flybondi zuversichtlich. Weiterhin sollen alle für dieses Jahr geplanten Routen geflogen werden, berichtet Aeroin weiter. Wichtig für die Airline sind vor allem die Verbindungen nach Brasilien, wie etwa nach Sao Paulo, Rio de Janeiro und der Ferienhochburg Florianópolis.

Bereits für kommendes Jahr plant Flybondi, wieder zu expandieren. «Für uns ist klar, dass wir für 2021 darauf hinarbeiten, mehr Routen als vor der [Covid-19-Pandemie] zu fliegen», sagt Flybondi-Chef Maurício Sana.

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