Germanwings-Flosse: Heiß begehrt in Berlin.

«Flughafen ohne Nachtflugverbot»

Berlin will Germanwings mit Beihilfen anlocken. Ein Kölner Vertreter sagt, wie seine Stadt sich gegen die Abwanderung wehren kann.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

/strong>Drei Standorte prüft die deutsche Lufthansa offenbar für die Ansiedlung ihrer neuen Tochter, zu der unter anderem die Billigtochter Germanwings gehören soll. Die neue Airline soll weite Teile des Europaverkehrs übernehmen. Offenbar erwägt man neben dem bisherigen Germanwings-Standort Köln auch noch die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die Bundeshauptstadt Berlin als Sitz. Und die lockt Germanwings nun mit besonderem Einsatz. Wie unter anderem der Kölner Stadtanzeiger berichtet, könnte Berlin staatliche Fördermittel nutzen, um den Billigflieger zu umgarnen. Bis zu 20 Prozent der Investitionskosten der Airline könnten laut der Zeitung betroffen sein.

Für die Kölner Wirtschaft würde ein Wegzug der Fluggesellschaft einen herben Rückschlag bedeuten. Die Wirtschaftsvertreter der Stadt sind jedoch überzeugt, dass man Berlin die Stirn bieten kann. Ulrich Soénius, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln erklärt im Interview mit aeroTELEGRAPH, warum.

Köln droht mit Germanwings einen attraktiven Arbeitgeber zu verlieren. Was würde das für die Region bedeuten?

Soénius: Man muss nicht jedem Gerücht neue Nahrung geben. Grundsätzlich aber kann man sagen: Jede Sitzverlegung eines Unternehmens aus der Region Köln ist ein Schritt, der bedauerlich ist und die Wirtschaftskraft schädigt. Fraglos sind Germanwings und der Standort Köln weit über die Grenzen der Region hinaus miteinander verbunden.

Berlin lockt offenbar mit Beihilfen. Warum kann Köln das nicht auch tun?

Soénius: Die Region Köln hat ihre Stärken, die weitaus über denen anderer Regionen liegen, die mit Euro winken müssen. Die Unternehmen wissen um die Vorteile, welche die Wirtschaftsregion Köln hat. Beispielhaft nenne ich nur einige: die geographische Lage, das Verkehrsnetz, starke Unternehmen, einen hohen Tourismusfaktor auch außerhalb des Kölner Domes und vor allem einen Einzugsbereich der für eine Airline von Brüssel bis Kassel, von Dortmund bis Koblenz reicht.

Beihilfen werden aber immer mehr zu einem Instrument der Ansiedlungspolitik – insbesondere auch bei Fluglinien.

Soénius: Subventionen als Anreizmittel sind ein fragwürdiges Mittel im Standort-Wettbewerb. Vor allem ist es der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung widersprechend, wenn zu Lasten anderer Abwerbungen vorgenommen werden. Köln hat nach dem Wegzug von Parlament und Regierung und den damit zusammenhängenden Verlagerungen von Verbänden, Behörden, Botschaften und anderen Institutionen im Gegensatz zu Bonn keinen einzigen Euro erhalten. Die Kölner Region hat aus eigener Kraft heraus ihre Stärke behalten und ausgebaut - es muss aber aufhören, dass wir ständig abgestraft werden und auch noch dafür bezahlen müssen. Denn die Subventionen, die in Berlin verteilt werden, sind dort ja nicht verdient worden. Das hat mit Gerechtigkeit, fairem Miteinander und wirtschaftlichem Verständnis sowie Können nichts zu tun.

Was sollte Köln also die Waagschale werfen, um Germanwings doch noch zu halten?

Soénius: Köln sollte sehr deutlich die Standortvorteile benennen, die neben dem Gesagten auch die hervorragende Ausbildung von Fachkräften, eine der Luftfahrt zugewandte Wirtschaft und Öffentlichkeit sowie einen Flughafen ohne Nachtflugverbot beinhaltet. Zudem ist das Kultur-, Freizeit- und Einkaufsangebot in dieser Region einmalig. Dies wissen die Fachkräfte zu schätzen, erst recht die kurzen Wege.

Wird der Flughafen Köln-Bonn nicht zunehmend abgewertet?

Soénius: Dies würde ja bedeuten, dass bereits ein Sinkflug eingesetzt hat. Dem ist aber mitnichten so. Der Flughafen Köln/Bonn Konrad Adenauer ist auf einem hervorragendem Weg und hat sich insbesondere in den vergangenen zehn Jahren proportional besser als andere Flughäfen entwickelt. Die Zahlen sprechen hier eine klare Sprache. Da mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft, sondern bin sicher, dass Geschäftsführung und Gesellschafter weiter die positive Entwicklung umsetzen.

Mehr zum Thema

Landung des Jubiläums-A350 in Nürnberg: Seltener Besuch.

Airbus A350 von Lufthansa mit Jubiläumslackierung stattet Nürnberg einen Besuch ab

ticker-lufthansa

Lufthansa und Flughafen München weiten Stopover-Programm aus

ticker-lufthansa

Lufthansa und Eurowings ernennen Roland Koch und Günther Heckelmann als Schlichter

Jens Ritter: Machte das Internet an - und servierte auch auf dem ersten Starlink-Flug.

Warum Lufthansa trotz Elon Musk auf Starlink setzt, wie sie das Gratisangebot finanziert und wie auch Crews davon profitieren

Video

«Habe a nice trip»: Liebe Botschaft vor Abflug.
Manchmal braucht es für einen besonderen Abschied nicht mehr als Wasser und ein bisschen Kreativität. Das bewies nun ein Mitarbeiter von Japan Airlines.
Redaktion
airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies