Mom-Air-Flieger: Alles nur ein Spaß.

Mom AirFake-Airline erhielt Slot- und Leasing-Angebote

Kostenpflichtiges Klopapier, Covid-Flüge und ein ziemlich bekanntes Logo - all das reichte offenbar nicht, um Leute an der Echtheit von Mom Air zweifeln zu lassen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

In jedem anderen Jahr wäre man angesichts der Ankündigung von Mom Air wohl direkt misstrauisch geworden. Doch es ist 2020 – das Jahr, in dem eine Pandemie das Leben weltweit auf den Kopf stellte und den Luftverkehr weitgehend zum Erliegen brachte. Eine neue Airline, das klingt also durchaus attraktiv.

Nach Europa und in die USA wollte Mom Air fliegen. Als Ultra-Billigairline,  bei der nicht nur die Sitzplatzreservierung etwas kostet, sondern sogar das Klopapier und – das hätte die meisten wohl, da illegal, stutzig machen müssen – die Rettungswesten. Ein weiteres Angebot der isländischen Fluglinie: Covid-Flüge. An Bord sollten nur positiv getestete Passagiere sein, oder solche, die die Krankheit schon hatten. Dasselbe sollte fürs Personal gelten.

Anfrage einer Leasingfirma

Selbst diese kühnen Pläne und abstrusen Ideen reichten nicht, um potenzielle Kunden abzuschrecken – oder den Verdacht zu wecken, dass es sich um eine Fake-Airline handelte. Nach zwei Wochen wurde es Gründer Oddur Eysteinn Friðriksson dann aber etwas zu heikel. Tausende Buchungsanfragen hatten ihn erreicht, ebenso wie Dutzende Presseanfragen – und ein Schreiben der Anwälte von Wow Air, die es nicht so lustig fanden, wie ähnlich sich die Logos waren.

Also gab Friðriksson auf, und outete seine Airline als das, was sie ist: Ein Kunstprojekt. Doch irgendwie scheint er einen Nerv getroffen zu haben  – auch in der Branche. Der Künstler berichtet dem Nachrichtensender CNN, dass er sogar von einer Leasingfirma kontaktiert worden sei, auch Flughafenslots habe man ihm angeboten.

Airline vor Bierdosen sitzend vorgestellt

Friðriksson erklärt sich die Gutgläubigkeit der Kunden und in  der Branche auch damit, dass die Kunden «hungrig nach guten Nachrichten» waren. «Sie haben es satt, zuhause zu sitzen und wollen reisen», sagt er laut CNN. Da sieht man offenbar auch darüber hinweg, dass der Geschäftsführer im Vorstellungsvideo der Airline im Sweatshirt vor Bier- und Chipsdosen saß.

Mehr zum Thema

Flughafen Keflavik/Reykjavik: Hotelbesitzer möchte mit ihrer eigenen Airline mehr Touristen nach Island bringen

Bekommt Island eine neue Billigairline?

Flugzeug von Wow Air: Bald mit Ex-Icelandair-Piloten im Cockpit?

Die mysteriöse Frau hinter den Wow-Air-Plänen

Luftaufnahme: So spektakulär sieht Island von oben aus.

Isländer planen schon die nächste Airline

Niceair-Gründer Martin Michael (rechts) und XXX Pressechefin vom Flughafen Akureyri (links): Ab Februar gibt es wieder Verbindungen nach Europa.

Niceair startet Mini-Comeback mit gemieteter Boeing 737-800

Video

Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin